{"id":36349,"date":"2026-10-31T09:57:47","date_gmt":"2026-10-31T08:57:47","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/31\/ein-sonntag-im-alten-zoo-duesseldorfs-verschwundenes-ausflugsziel-66470098\/"},"modified":"2026-10-31T09:57:47","modified_gmt":"2026-10-31T08:57:47","slug":"ein-sonntag-im-alten-zoo-duesseldorfs-verschwundenes-ausflugsziel-66470098","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/31\/ein-sonntag-im-alten-zoo-duesseldorfs-verschwundenes-ausflugsziel-66470098\/","title":{"rendered":"EIN SONNTAG IM ALTEN ZOO \u2013 D\u00dcSSELDORFS VERSCHWUNDENES AUSFLUGSZIEL"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f EIN SONNTAG IM ALTEN ZOO \u2013 D\u00dcSSELDORFS VERSCHWUNDENES AUSFLUGSZIEL<\/p>\n<p>Wer heute durch den Zoopark spaziert, begegnet einem St\u00fcck D\u00fcsseldorf, dessen Name mehr verr\u00e4t als der erste Blick. Wo inzwischen Menschen auf den Wiesen sitzen, Kinder spielen und Spazierg\u00e4nger am Wasser stehen, lag einst ein Zoologischer Garten. Mit Tiergehegen, schattigen Wegen, einem Gartenrestaurant und einer Burgruine, die zu seinem Wahrzeichen wurde. 2026 liegt die Er\u00f6ffnung dieses verschwundenen Ausflugsziels genau 150 Jahre zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Am 31. Mai 1876 \u00f6ffnete der D\u00fcsseldorfer Zoo mit etwa 200 Tieren seine Tore. Die Initiative ging vom Verein \u201eFauna\u201c aus, der bereits 1874 eine Aktiengesellschaft zur Verwirklichung des Vorhabens gegr\u00fcndet hatte. In D\u00fcsseltal entstand eine gestaltete Landschaft mit aufgesch\u00fctteten H\u00fcgeln, zwei verbundenen Teichen und \u00fcppiger Bepflanzung. Der Zoo sollte Wissen \u00fcber Tiere und Pflanzen vermitteln und zugleich ein Ort sein, an dem die wachsende Gro\u00dfstadt Erholung fand.<\/p>\n<p>\ud83d\udc49 EIN GARTEN F\u00dcR DEN GANZEN NACHMITTAG<\/p>\n<p>Seinen besonderen Reiz verdankte der Zoo auch seiner Parklandschaft. Blumenbeete, geschwungene Wege und schattige Terrassen machten ihn zum Ausflugsziel. Zur Gartenwirtschaft geh\u00f6rte der Blick ins Gr\u00fcne und aufs Wasser. Die malerische Burgruine war allerdings kein \u00dcberbleibsel des mittelalterlichen D\u00fcsseldorf: Sie wurde eigens f\u00fcr die Anlage geschaffen. Was alt und verwittert wirkte, war bewusst inszenierte Landschaft.<\/p>\n<p>Wirtschaftlich stand der Betrieb immer wieder unter Druck. 1905 \u00fcbernahm die Stadt den Zoologischen Garten, unterst\u00fctzt durch die Scheidt-Keim-Stiftung mit 500.000 Mark. Damit verbunden war die Verpflichtung, die Anlage dauerhaft zu erhalten. Einen weiteren wichtigen Schritt brachte das Jahr 1930: Das L\u00f6bbecke-Museum bezog ein neues Ausstellungshaus auf dem Zoogel\u00e4nde. Tiergarten und Naturkundemuseum r\u00fcckten damit auch r\u00e4umlich zusammen \u2013 eine Verbindung, die f\u00fcr D\u00fcsseldorfs weitere Zoogeschichte entscheidend werden sollte.<\/p>\n<p>Zu einem ehrlichen R\u00fcckblick geh\u00f6rt jedoch auch die koloniale Vergangenheit. Im D\u00fcsseldorfer Zoo fanden sogenannte \u201eV\u00f6lkerschauen\u201c statt, bei denen Menschen aus anderen Weltregionen als vermeintlich exotische Attraktionen vorgef\u00fchrt wurden. Solche Veranstaltungen verbreiteten koloniale und rassistische Vorstellungen. Auch diese Geschichte geh\u00f6rt zu dem Ort, an den sich heute viele vor allem als verlorenes Ausflugsziel erinnern.<\/p>\n<p>\ud83d\udc49 ZERST\u00d6RT IM KRIEG \u2013 WEITERGELEBT IM AQUAZOO<\/p>\n<p>Die Luftangriffe der Jahre 1943 und 1944 zerst\u00f6rten den Zoo; 1944 wurden auch Zoo und Museum als gemeinsamer Standort vernichtet. Ein Wiederaufbau des Tiergartens an alter Stelle blieb aus. Die geretteten Museumsbest\u00e4nde fanden dagegen eine neue Heimat: 1947 er\u00f6ffnete das L\u00f6bbecke-Museum in einem Luftschutzbunker an der Speldorfer Stra\u00dfe, 1948 kam ein Aquarium hinzu. Seit 1987 f\u00fchrt das Aquazoo L\u00f6bbecke Museum im Nordpark die Geschichte beider Einrichtungen fort.<\/p>\n<p>Auf dem fr\u00fcheren Zoogel\u00e4nde entstand der heutige Stadtteilpark. Spuren sind geblieben: Die Freitreppe am Teich f\u00fchrte einst zum Zoo-Restaurant, und auf dem H\u00fcgel n\u00f6rdlich des Wassers finden sich Fundamentreste des Ruinenturms. Wer hier unterwegs ist, spaziert also durch eine Landschaft, in der sich Vergangenheit noch entdecken l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\ud83e\udef5 SO ODER SO \u00c4HNLICH K\u00d6NNTE EIN ZOOBESUCH UM 1910 AUSGESEHEN HABEN<\/p>\n<p>Mit unseren f\u00fcnf 360\u00b0-Ansichten nehmen wir euch mit auf einen Rundgang: vom Eingang \u00fcber die gr\u00fcnen Wege zum Weiher, weiter zur Burgruine und schlie\u00dflich auf die Terrasse. Digital rekonstruiert! Historische Karten und Bildvorlagen bilden die Grundlage; Farben, Atmosph\u00e4re und nicht \u00fcberlieferte Blickrichtungen sind gestalterisch erg\u00e4nzt. Die Ansichten sind Ann\u00e4herungen, keine historischen Originalaufnahmen.<\/p>\n<p>\u00d6ffnet die Panoramen, schaut euch in Ruhe um und entdeckt einen Ort, der aus dem Stadtbild verschwunden ist. Welche Spuren des alten Zoos habt ihr im heutigen Park schon bemerkt?<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #D\u00fcsseltal #Zoopark #Stadtgeschichte #Zeitreise #360Grad @Follower @Top-Fans<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1556787366470098\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\r\n\r\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1556787366470098&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f EIN SONNTAG IM ALTEN ZOO \u2013 D\u00dcSSELDORFS VERSCHWUNDENES AUSFLUGSZIEL Wer heute durch den Zoopark spaziert, begegnet einem St\u00fcck D\u00fcsseldorf, dessen Name mehr verr\u00e4t als der erste Blick. 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