{"id":36211,"date":"2026-10-30T11:59:04","date_gmt":"2026-10-30T10:59:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/30\/tempo-30-in-duesseldorf-wie-viel-verkehrsberuhigung-braucht-unsere-stadt-26569712\/"},"modified":"2026-10-30T11:59:04","modified_gmt":"2026-10-30T10:59:04","slug":"tempo-30-in-duesseldorf-wie-viel-verkehrsberuhigung-braucht-unsere-stadt-26569712","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/30\/tempo-30-in-duesseldorf-wie-viel-verkehrsberuhigung-braucht-unsere-stadt-26569712\/","title":{"rendered":"TEMPO 30 IN D\u00dcSSELDORF \u2013 WIE VIEL VERKEHRSBERUHIGUNG BRAUCHT UNSERE STADT?"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 TEMPO 30 IN D\u00dcSSELDORF \u2013 WIE VIEL VERKEHRSBERUHIGUNG BRAUCHT UNSERE STADT?<\/p>\n<p>Weniger L\u00e4rm vor der Haust\u00fcr, sicherere Schulwege und entspannteres Leben in den D\u00fcsseldorfer Veedeln. F\u00fcr die einen ist Tempo 30 ein wichtiger Schritt zu einer lebenswerteren Stadt. F\u00fcr andere bedeutet es zus\u00e4tzliche Einschr\u00e4nkungen, l\u00e4ngere Fahrzeiten und m\u00f6glicherweise neue Probleme im ohnehin stark belasteten Stadtverkehr. Kaum ein Verkehrsthema wird so kontrovers diskutiert wie die Frage, wie schnell Autos auf unseren Stra\u00dfen unterwegs sein sollten. Doch was sagen eigentlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse? Und welche M\u00f6glichkeiten hat D\u00fcsseldorf, den Verkehr tats\u00e4chlich sicherer und vertr\u00e4glicher zu gestalten?<\/p>\n<p>Genau darum geht es am Freitag, 6. November 2026, bei einer \u00f6ffentlichen Veranstaltung im B\u00fcrgerhaus Salzmannbau in Bilk. Unter dem Titel \u201eWeniger ist mehr \u2013 Tempo 30 f\u00fcr mehr Lebensqualit\u00e4t\u201c l\u00e4dt Die Linke D\u00fcsseldorf zu einem Hearing ein, bei dem Fachleute, Interessenverb\u00e4nde und Vertreter der Stadtverwaltung \u00fcber Chancen und m\u00f6gliche Auswirkungen zus\u00e4tzlicher Geschwindigkeitsbegrenzungen diskutieren wollen.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt steht eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung der Bj\u00f6rn Steiger Stiftung. F\u00fcr deren Ende 2025 abgeschlossene Metastudie wurden Ergebnisse aus 15 St\u00e4dten beziehungsweise Regionen ausgewertet, in denen Erfahrungen mit Tempo 30 wissenschaftlich untersucht worden waren. Die Erkenntnisse sind bemerkenswert: In den ausgewerteten Untersuchungen gingen die Unfallzahlen zur\u00fcck, insbesondere schwere Verletzungen wurden seltener. Gleichzeitig zeigten sich positive Auswirkungen auf die Umwelt, w\u00e4hrend die zus\u00e4tzlichen Fahrzeiten vergleichsweise gering ausfielen.<\/p>\n<p>Auch eine im September 2026 ver\u00f6ffentlichte Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer liefert neue Argumente f\u00fcr die Diskussion. Untersucht wurden gezielt angeordnete Tempo-30-Abschnitte auf innerst\u00e4dtischen Hauptverkehrsstra\u00dfen. Dort ereigneten sich nach Einf\u00fchrung der Geschwindigkeitsbegrenzung etwa ein Sechstel weniger Unf\u00e4lle mit Verletzten. Die Zahl der Unf\u00e4lle mit Schwerverletzten oder Get\u00f6teten ging sogar um mehr als die H\u00e4lfte zur\u00fcck. Allerdings betonen die Forschenden selbst, dass sich diese Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf ein fl\u00e4chendeckendes Tempolimit \u00fcbertragen lassen.<\/p>\n<p>Auch beim Stra\u00dfenl\u00e4rm kann eine geringere Geschwindigkeit sp\u00fcrbare Verbesserungen bringen. Das Umweltbundesamt verweist auf Untersuchungen, nach denen Tempo 30 insbesondere an stark befahrenen Hauptverkehrsstra\u00dfen die L\u00e4rmbelastung reduzieren kann. Weniger eindeutig f\u00e4llt die Bilanz beim Schadstoffaussto\u00df aus. W\u00e4hrend Stickoxide und Feinstaub unter geeigneten Bedingungen leicht zur\u00fcckgehen k\u00f6nnen, sind die Auswirkungen auf den Kohlendioxidaussto\u00df nach den untersuchten Modellen gering. Entscheidend sind unter anderem der tats\u00e4chliche Verkehrsfluss, die Zahl der Brems- und Beschleunigungsvorg\u00e4nge und die \u00f6rtlichen Gegebenheiten.<\/p>\n<p>F\u00fcr D\u00fcsseldorf ist diese Diskussion keineswegs theoretisch. In zahlreichen Wohngebieten gilt bereits Tempo 30. Gleichzeitig gibt es Hauptverkehrsstra\u00dfen, auf denen dichter Autoverkehr, Stra\u00dfenbahnen, Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger aufeinandertreffen. Besonders auf Schulwegen und an stark frequentierten Querungen stellt sich die Frage, ob die bestehenden Geschwindigkeitsregelungen ausreichend Schutz bieten.<\/p>\n<p>Ein aktuelles Beispiel ist der M\u00f6rsenbroicher Weg. Dort hat die Stadt Anfang September auf einem rund 600 Meter langen Abschnitt zwischen dem M\u00f6rsenbroicher Ei und der Max-Halbe-Stra\u00dfe Tempo 30 eingef\u00fchrt. Hintergrund ist die Sicherheit der zahlreichen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die diesen Bereich auf ihrem t\u00e4glichen Schulweg nutzen. Die Ma\u00dfnahme zeigt, wie gezielte Geschwindigkeitsbegrenzungen auch auf st\u00e4rker befahrenen Stra\u00dfen umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dabei hat sich der rechtliche Spielraum f\u00fcr Kommunen zuletzt erweitert. Durch \u00c4nderungen der Stra\u00dfenverkehrsordnung und ihrer Verwaltungsvorschriften k\u00f6nnen Geschwindigkeitsbegrenzungen inzwischen unter anderem an Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberwegen, Spielpl\u00e4tzen und hochfrequentierten Schulwegen leichter angeordnet werden. Auch bestehende Tempo-30-Abschnitte lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Entfernungen miteinander verbinden. Eine grunds\u00e4tzlich freie Entscheidung der Stadt, s\u00e4mtliche Hauptverkehrsstra\u00dfen auf Tempo 30 zu begrenzen, ergibt sich daraus allerdings nicht.<\/p>\n<p>Genau hier beginnt die eigentliche politische und verkehrsplanerische Herausforderung. Denn Stra\u00dfen erf\u00fcllen unterschiedliche Aufgaben. Sie sind Wohnumfeld und Schulweg, zugleich aber auch wichtige Verbindungen f\u00fcr Pendler, Wirtschaftsverkehr, Lieferdienste, Busse und Rettungsfahrzeuge. Eine sinnvolle Verkehrsplanung muss diese Interessen ber\u00fccksichtigen und darf m\u00f6gliche Auswirkungen auf Ausweichstrecken, Fahrpl\u00e4ne oder die Erreichbarkeit einzelner Stadtteile nicht ausblenden.<\/p>\n<p>Beim Hearing im Salzmannbau sollen deshalb unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Als Fachreferent ist Dr.-Ing. Gerd M\u00fcller angek\u00fcndigt, der an der Metastudie der Bj\u00f6rn Steiger Stiftung mitgewirkt hat. Au\u00dferdem werden Marcus Beyer, Beigeordneter f\u00fcr Infrastruktur der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf, sowie Vertreter des ADFC, des BUND, des B\u00fcndnisses Mobilit\u00e4tswende, verschiedener Anliegerinitiativen und des Seniorenrats erwartet. Die Moderation \u00fcbernimmt Claudia Schleicher.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 6. November, um 17 Uhr im B\u00fcrgerhaus Salzmannbau an der Himmelgeister Stra\u00dfe 107H. Vorgesehen ist ein Austausch bis etwa 19.30 Uhr. Das Hearing soll wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus dem D\u00fcsseldorfer Verkehrsalltag verbinden und Perspektiven f\u00fcr weitere Tempo-30-Regelungen aufzeigen.<\/p>\n<p>Doch die vielleicht wichtigste Frage richtet sich an die Menschen, die t\u00e4glich auf D\u00fcsseldorfs Stra\u00dfen unterwegs sind. Wo sind Geschwindigkeitsbegrenzungen sinnvoll? Welche Stra\u00dfen sind f\u00fcr Kinder, \u00e4ltere Menschen oder Radfahrer besonders gef\u00e4hrlich? Und an welchen Stellen k\u00f6nnte eine zus\u00e4tzliche Verkehrsberuhigung m\u00f6glicherweise mehr Probleme schaffen, als sie l\u00f6st?<\/p>\n<p>Eine lebenswerte Stadt braucht sichere Stra\u00dfen, aber auch einen funktionierenden Verkehr. Ob Tempo 30 dabei die richtige L\u00f6sung ist, h\u00e4ngt nicht allein von der Zahl auf einem Verkehrsschild ab, sondern davon, wie gut die Ma\u00dfnahmen auf die jeweilige Stra\u00dfe abgestimmt sind.<\/p>\n<p>Deshalb interessiert uns eure Meinung: Sollte D\u00fcsseldorf deutlich mehr Tempo-30-Strecken bekommen, m\u00f6glicherweise auch auf wichtigen Hauptverkehrsstra\u00dfen? Oder reichen gezielte Begrenzungen an Schulen, Wohngebieten und besonders gef\u00e4hrlichen Stellen aus?<\/p>\n<p>Und vor allem: Auf welcher D\u00fcsseldorfer Stra\u00dfe w\u00fcrdet ihr die Geschwindigkeit ver\u00e4ndern \u2013 und warum?<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #Tempo30 #Verkehrswende #Verkehrssicherheit #Stadtentwicklung #D\u00fcsseldorferVeedel #Mobilit\u00e4t #Lebensqualit\u00e4t<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1555791226569712\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\r\n\r\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1555791226569712&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 TEMPO 30 IN D\u00dcSSELDORF \u2013 WIE VIEL VERKEHRSBERUHIGUNG BRAUCHT UNSERE STADT? Weniger L\u00e4rm vor der Haust\u00fcr, sicherere Schulwege und entspannteres Leben in den D\u00fcsseldorfer Veedeln. F\u00fcr die einen ist Tempo 30 ein wichtiger Schritt zu einer lebenswerteren Stadt. F\u00fcr andere bedeutet es zus\u00e4tzliche Einschr\u00e4nkungen, l\u00e4ngere Fahrzeiten und m\u00f6glicherweise neue Probleme im ohnehin stark belasteten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":36212,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-36211","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-duesseldorf4you","d4yni-imported"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36211"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36211\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}