{"id":35388,"date":"2026-10-12T09:59:03","date_gmt":"2026-10-12T07:59:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/12\/275-millionen-euro-fuer-ein-stueck-duesseldorfer-geschichte-was-wird-75099834\/"},"modified":"2026-10-12T09:59:03","modified_gmt":"2026-10-12T07:59:03","slug":"275-millionen-euro-fuer-ein-stueck-duesseldorfer-geschichte-was-wird-75099834","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/12\/275-millionen-euro-fuer-ein-stueck-duesseldorfer-geschichte-was-wird-75099834\/","title":{"rendered":"27,5 MILLIONEN EURO F\u00dcR EIN ST\u00dcCK D\u00dcSSELDORFER GESCHICHTE \u2013 WAS WIRD\u2026"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 27,5 MILLIONEN EURO F\u00dcR EIN ST\u00dcCK D\u00dcSSELDORFER GESCHICHTE \u2013 WAS WIRD AUS DEM ALTEN LUISEN-GYMNASIUM?<\/p>\n<p>Mehr als ein Jahrhundert lang wurde an der Bastionstra\u00dfe gelernt, gepr\u00fcft, gelacht und manchmal auch gezittert. Generationen von D\u00fcsseldorfern haben im Luisen-Gymnasium ihre Schulzeit verbracht. Nun beginnt f\u00fcr das monumentale Geb\u00e4ude zwischen K\u00f6nigsallee und Carlstadt ein neues Kapitel. Die Stadt D\u00fcsseldorf sucht einen K\u00e4ufer f\u00fcr den historischen Schulkomplex. Das Mindestgebot liegt bei 27,5 Millionen Euro. Doch mindestens ebenso spannend wie der Kaufpreis ist die Frage, was aus diesem besonderen Ort werden soll.<\/p>\n<p>Mit dem Umzug des Luisen-Gymnasiums in den Neubau an der V\u00f6lklinger Stra\u00dfe verliert das traditionsreiche Geb\u00e4ude seine bisherige Funktion. Bereits im August hat die Stadt deshalb ein Investorenauswahlverfahren gestartet. Gesucht wird nicht einfach jemand, der die Immobilie kauft, sondern ein tragf\u00e4higes Konzept, das dem denkmalgesch\u00fctzten Bau eine neue Perspektive gibt.<\/p>\n<p>EIN SCHULHAUS MIT MEHR ALS 100 JAHREN GESCHICHTE<\/p>\n<p>Der Geb\u00e4udekomplex an der Bastionstra\u00dfe 24 entstand nach Pl\u00e4nen des Architekten Johannes Radke. Die ersten Bauabschnitte wurden zwischen 1904 und 1913 errichtet. Mit seinen monumentalen Fassaden, geschweiften Giebeln, Jugendstilornamenten und der aufwendig gestalteten Aula geh\u00f6rt das ehemalige Schulgeb\u00e4ude zu den markanten historischen Bauten der D\u00fcsseldorfer Innenstadt.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem gegen\u00fcberliegenden Stahlhof pr\u00e4gt es das architektonische Gesicht dieses Teils der Carlstadt. Selbst die Zerst\u00f6rungen des Zweiten Weltkriegs haben den besonderen Charakter des Ensembles nicht ausgel\u00f6scht. Einige besch\u00e4digte Geb\u00e4udeteile wurden wiederaufgebaut, andere sp\u00e4ter durch modernere Erg\u00e4nzungen ersetzt.<\/p>\n<p>Auch unter dem Schulhof steckt m\u00f6glicherweise noch ein St\u00fcck \u00e4lterer Stadtgeschichte. Das Grundst\u00fcck liegt im Bereich der historischen D\u00fcsseldorfer Stadtbefestigung. Hier befanden sich einst milit\u00e4rische Anlagen, darunter die Gro\u00dfe Caserne und sp\u00e4ter eine Infanteriekaserne. Bei k\u00fcnftigen Erdarbeiten k\u00f6nnten deshalb arch\u00e4ologische \u00dcberreste entdeckt werden.<\/p>\n<p>VOM KLASSENZIMMER ZUM HOTEL, ZUR KULTURST\u00c4TTE ODER ZUM STADTQUARTIER?<\/p>\n<p>Die Stadt l\u00e4sst ausdr\u00fccklich verschiedene Nutzungsm\u00f6glichkeiten zu. Denkbar sind kleinere Gesch\u00e4fte, Gastronomie, Kultureinrichtungen, B\u00fcros, Dienstleistungen oder Wohnungen. Auch ein Hotel beziehungsweise ein Boardinghaus ist nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Gerade diese Offenheit macht das Verfahren interessant. Auf einer Grundst\u00fccksfl\u00e4che von 3.566 Quadratmetern mit einer gesch\u00e4tzten Bruttogeschossfl\u00e4che von rund 11.400 Quadratmetern k\u00f6nnten ganz unterschiedliche Vorstellungen von Innenstadtentwicklung verwirklicht werden.<\/p>\n<p>Ein lebendiges Haus mit \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Bereichen, kulturellen Angeboten und kleinen Gesch\u00e4ften k\u00f6nnte neue Verbindungen zwischen K\u00f6nigsallee und Carlstadt schaffen. Ebenso w\u00e4re allerdings eine \u00fcberwiegend gewerbliche Nutzung denkbar, von der die \u00d6ffentlichkeit deutlich weniger h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Welche Richtung tats\u00e4chlich eingeschlagen wird, ist noch v\u00f6llig offen.<\/p>\n<p>DER PREIS Z\u00c4HLT MEHR ALS DAS KONZEPT<\/p>\n<p>Ein besonders interessanter Punkt steckt in den Auswahlbedingungen. Bei der Bewertung der Angebote z\u00e4hlt der angebotene Kaufpreis mit 70 von 100 m\u00f6glichen Punkten. F\u00fcr das Nutzungskonzept bleiben 30 Punkte. Bewertet werden dabei unter anderem Innovationsgrad, Nachhaltigkeit und der Umgang mit dem denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Damit steht bereits fest, dass finanzielle Kriterien im Wettbewerb deutlich st\u00e4rker gewichtet werden als die konzeptionelle Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das bedeutet nicht automatisch, dass das h\u00f6chste Gebot unabh\u00e4ngig vom Konzept gewinnt. Es macht aber deutlich, in welchem Spannungsfeld die Entscheidung steht: Die Stadt m\u00f6chte einen m\u00f6glichst guten Verkaufserl\u00f6s erzielen und zugleich sicherstellen, dass ein bedeutendes Baudenkmal sinnvoll weiterentwickelt wird.<\/p>\n<p>Hinzu kommen erhebliche Verpflichtungen f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Eigent\u00fcmer. Die historische Bausubstanz und Teile der Innenausstattung stehen unter Denkmalschutz. Umfangreiche Umbauten sind deshalb nur in enger Abstimmung mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auch die beiden mehr als 120 Jahre alten Platanen im Innenhof m\u00fcssen erhalten bleiben. Sie geh\u00f6ren zu den besonderen Qualit\u00e4ten des Grundst\u00fccks und d\u00fcrfen den Bauarbeiten nicht zum Opfer fallen.<\/p>\n<p>EIN MILLIONENPROJEKT MIT SCHWIERIGEN RAHMENBEDINGUNGEN<\/p>\n<p>Wer die Immobilie erwirbt, \u00fcbernimmt nicht nur ein repr\u00e4sentatives Denkmal, sondern auch ein anspruchsvolles Sanierungsprojekt.<\/p>\n<p>Eine bereits 2016 angefertigte Machbarkeitsstudie weist unter anderem auf asbesthaltige Baustoffe und teerhaltige Parkettkleber hin. Hinzu kommen denkmalrechtliche Anforderungen, m\u00f6gliche arch\u00e4ologische Untersuchungen und die besonderen Bedingungen einer dicht bebauten Innenstadtlage.<\/p>\n<p>Das d\u00fcrfte erhebliche Investitionen \u00fcber den eigentlichen Kaufpreis hinaus erforderlich machen. Wie hoch diese am Ende ausfallen, l\u00e4sst sich derzeit nicht seri\u00f6s beziffern.<\/p>\n<p>Die Stadt hat deshalb konkrete Fristen vorgesehen. Innerhalb von 18 Monaten nach Abschluss des Kaufvertrags muss ein vollst\u00e4ndiger, genehmigungsf\u00e4higer Bauantrag eingereicht werden. Nach Erteilung der Genehmigung soll innerhalb von sechs Monaten mit den Arbeiten begonnen werden. Grunds\u00e4tzlich muss die vereinbarte Entwicklung innerhalb von f\u00fcnf Jahren nach Vertragsabschluss abgeschlossen sein.<\/p>\n<p>Interessenten k\u00f6nnen ihre Angebote noch bis zum 13. Januar 2027 um 12 Uhr einreichen. Erst danach wird sich zeigen, welche Nutzungsideen tats\u00e4chlich auf dem Tisch liegen.<\/p>\n<p>WEM GEH\u00d6RT DIE ZUKUNFT DIESES HAUSES?<\/p>\n<p>F\u00fcr D\u00fcsseldorf geht es bei diesem Verkauf um weit mehr als eine wertvolle Immobilie in erstklassiger Innenstadtlage.<\/p>\n<p>Das ehemalige Luisen-Gymnasium ist ein Ort der Stadtgeschichte, der Bildung und pers\u00f6nlicher Erinnerungen. Sein architektonischer Wert ist durch den Denkmalschutz weitgehend abgesichert. Ob es dar\u00fcber hinaus ein offenes, lebendiges Haus f\u00fcr die Stadtgesellschaft wird, entscheidet sich jedoch erst mit der Auswahl des zuk\u00fcnftigen Eigent\u00fcmers und dessen Nutzungskonzept.<\/p>\n<p>Ein Hotel kann wirtschaftlich funktionieren. B\u00fcros k\u00f6nnen Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Wohnungen k\u00f6nnten neue Bewohner in die Innenstadt bringen. Doch auch Kultur, Begegnung und \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche R\u00e4ume h\u00e4tten an diesem geschichtstr\u00e4chtigen Standort ihren besonderen Reiz.<\/p>\n<p>Die spannende Frage lautet deshalb nicht allein, wer mindestens 27,5 Millionen Euro f\u00fcr das alte Luisen-Gymnasium bezahlen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Sie lautet vor allem: Was bekommt D\u00fcsseldorf daf\u00fcr zur\u00fcck?<\/p>\n<p>Und wie w\u00fcrdet ihr euch die Zukunft dieses besonderen Geb\u00e4udes w\u00fcnschen? Ein Kulturhaus, eine Mischung aus Gastronomie und kleinen Gesch\u00e4ften, Wohnungen oder doch ein Hotel?<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #LuisenGymnasium #Carlstadt #Stadtentwicklung #Denkmalschutz #D\u00fcsseldorferGeschichte #Bastionstra\u00dfe<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1537156675099834\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1537156675099834&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 27,5 MILLIONEN EURO F\u00dcR EIN ST\u00dcCK D\u00dcSSELDORFER GESCHICHTE \u2013 WAS WIRD AUS DEM ALTEN LUISEN-GYMNASIUM? Mehr als ein Jahrhundert lang wurde an der Bastionstra\u00dfe gelernt, gepr\u00fcft, gelacht und manchmal auch gezittert. Generationen von D\u00fcsseldorfern haben im Luisen-Gymnasium ihre Schulzeit verbracht. Nun beginnt f\u00fcr das monumentale Geb\u00e4ude zwischen K\u00f6nigsallee und Carlstadt ein neues Kapitel. 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