{"id":35322,"date":"2026-10-09T15:01:07","date_gmt":"2026-10-09T13:01:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/09\/altus-braeu-wie-zwei-duesseldorfer-das-altbier-fuer-eine-neue-generation-12035097\/"},"modified":"2026-10-09T15:01:07","modified_gmt":"2026-10-09T13:01:07","slug":"altus-braeu-wie-zwei-duesseldorfer-das-altbier-fuer-eine-neue-generation-12035097","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/09\/altus-braeu-wie-zwei-duesseldorfer-das-altbier-fuer-eine-neue-generation-12035097\/","title":{"rendered":"ALTUS BR\u00c4U: WIE ZWEI D\u00dcSSELDORFER DAS ALTBIER F\u00dcR EINE NEUE GENERATION\u2026"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 ALTUS BR\u00c4U: WIE ZWEI D\u00dcSSELDORFER DAS ALTBIER F\u00dcR EINE NEUE GENERATION DENKEN<\/p>\n<p>Unsere Reise durch D\u00fcsseldorfs Brauereigeschichte f\u00fchrt diesmal nicht tief ins 19. Jahrhundert, sondern mitten in die Gegenwart. Altus Br\u00e4u ist der j\u00fcngste Kandidat unserer Serie \u2013 und zugleich ein Sonderfall. Denn Anthony Boniteau und Tim Kasparek besitzen bislang keine klassische Hausbrauerei mit eigener gro\u00dfer Produktionsanlage. Ihr Bier wird nach eigener Rezeptur im Lohnbrauverfahren hergestellt. Daf\u00fcr haben sie inzwischen etwas, das vielen jungen Biermarken fehlt: ein eigenes Zuhause mitten in der Altstadt.<\/p>\n<p>Die Geschichte beginnt w\u00e4hrend der Corona-Lockdowns. Boniteau und Kasparek, beide in D\u00fcsseldorf aufgewachsen, waren damals Studenten und begannen 2021 zun\u00e4chst mit kleinen Brausets von rund 20 Litern zu experimentieren. Die Idee dahinter war erstaunlich klassisch und gleichzeitig sehr modern: ein D\u00fcsseldorfer Altbier \u2013 aber in Bio-Qualit\u00e4t, mit einem milderen Geschmack und einem Auftritt, der auch Menschen erreichen sollte, die mit traditionellem Alt bislang wenig anfangen konnten.<\/p>\n<p>Aus den K\u00fcchenexperimenten wurde ein Unternehmen. 2022 wurde die Altus Br\u00e4u GmbH gegr\u00fcndet, zwei Jahre nach den ersten Versuchen kam das Bier zunehmend in D\u00fcsseldorfer Bars, Kioske und Gesch\u00e4fte. Die Zutaten f\u00fcr das Bio-Alt stammen nach Angaben der Gr\u00fcnder aus kontrolliert \u00f6kologischer deutscher Landwirtschaft. Gebraut wird mit Bio-Gerstenmalz, Bio-Hopfen, Hefe und Wasser nach dem Reinheitsgebot.<\/p>\n<p>Spannend ist vor allem die Geschmacksfrage. Altus will ausdr\u00fccklich kein besonders herbes Alt sein. Boniteau und Kasparek beobachten selbst, dass gerade j\u00fcngere Biertrinker h\u00e4ufig lieber zu milden Sorten und insbesondere zu Hellem greifen. Genau darauf reagierten sie mit ihrer Rezeptur. Ihr Bio-Alt soll s\u00fcffiger, weicher und zug\u00e4nglicher sein als viele klassische D\u00fcsseldorfer Vertreter \u2013 ohne den Charakter eines oberg\u00e4rigen Altbiers aufzugeben.<\/p>\n<p>Und damit ber\u00fchrt Altus einen Punkt, den wir in dieser Serie immer wieder sehen werden: D\u00fcsseldorf war historisch nie ausschlie\u00dflich eine Altbierstadt.<\/p>\n<p>\u00dcber viele Jahrzehnte wurden hier sehr unterschiedliche Biere gebraut. Helle Biere, Lager, Pils, Bockbiere und saisonale Spezialit\u00e4ten geh\u00f6rten genauso zur D\u00fcsseldorfer Braulandschaft wie das dunkle oberg\u00e4rige Bier, das heute besonders stark mit der Stadt verbunden wird. Dass ausgerechnet eine junge D\u00fcsseldorfer Marke wieder bewusst mit milderen Bierstilen arbeitet, ist deshalb weniger traditionsfern, als es auf den ersten Blick wirken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bei Altus blieb es inzwischen auch nicht bei einer einzigen Sorte.<\/p>\n<p>Das zentrale Produkt ist weiterhin das Altus Bio-Altbier mit 4,9 Prozent Alkohol. Im Sommer 2026 kam jedoch ein zweites Bier hinzu: Zur Wiederer\u00f6ffnung des eigenen Lokals an der Liefergasse feierte das Altus Pils Premiere. Damit stehen heute Alt und Pils nebeneinander \u2013 eine Kombination, die durchaus an fr\u00fchere D\u00fcsseldorfer Brauereien erinnert, deren Sortimente h\u00e4ufig erheblich breiter waren, als man heute vermuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der vielleicht emotionalste Teil der Altus-Geschichte spielt jedoch nicht im Braukessel, sondern in einem Keller an der Liefergasse 1.<\/p>\n<p>Dort befand sich rund f\u00fcnf Jahrzehnte lang schlicht \u201eDie Kneipe\u201c \u2013 ein D\u00fcsseldorfer Altstadtlokal, mit dem Generationen ihre eigenen Geschichten verbinden. Ende 2024 schloss der Betrieb. Boniteau und Kasparek kannten das Lokal aus ihrer eigenen Jugend. Hier hatten sie nach eigener Aussage fr\u00fch ihre Altstadt-Erfahrungen gemacht und ihr erstes gezapftes Altbier getrunken.<\/p>\n<p>Statt irgendeinen neuen Laden zu er\u00f6ffnen, entschieden sie sich ausgerechnet f\u00fcr diesen Ort.<\/p>\n<p>Das historische Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist denkmalgesch\u00fctzt. Im Untergeschoss befindet sich ein alter Bierkeller, der zu den \u00e4ltesten der Stadt gez\u00e4hlt wird. Bei der Sanierung wollten die neuen Betreiber deshalb nicht einfach alles herausrei\u00dfen und neu gestalten. Alte Baumaterialien wurden teilweise weiterverwendet und historische Strukturen wieder sichtbar gemacht.<\/p>\n<p>Am 1. Juli 2026 \u00f6ffnete die Kneipe wieder.<\/p>\n<p>Seitdem besitzt Altus erstmals einen eigenen festen Ausschank in der D\u00fcsseldorfer Altstadt. Und ausgerechnet hier schlie\u00dft sich ein Kreis: Zwei D\u00fcsseldorfer, die an diesem Ort selbst ihr erstes gezapftes Alt tranken, stehen heute hinter der Theke und schenken ihre eigene Biermarke aus.<\/p>\n<p>Trotzdem geh\u00f6rt zur historischen Genauigkeit unserer Serie auch die Einschr\u00e4nkung: Altus ist derzeit noch keine Hausbrauerei im klassischen D\u00fcsseldorfer Sinn. Die eigene Produktionsst\u00e4tte fehlt. Nach den Rezepturen und Vorgaben von Altus wird momentan im Lohnbrauverfahren produziert. Die Gr\u00fcnder selbst machen daraus kein Geheimnis. Ihr erkl\u00e4rtes langfristiges Ziel ist eine eigene Brauerei in D\u00fcsseldorf \u2013 und damit m\u00f6glicherweise die erste vollst\u00e4ndig auf Bio ausgerichtete Braust\u00e4tte der Stadt.<\/p>\n<p>Ob daraus eines Tages ein neues Kapitel D\u00fcsseldorfer Brauereigeschichte wird, l\u00e4sst sich heute noch nicht sagen.<\/p>\n<p>Aber genau deshalb geh\u00f6rt Altus in unsere Reihe.<\/p>\n<p>Denn Stadtgeschichte besteht nicht nur aus Dingen, die l\u00e4ngst vorbei sind. Irgendwann ist jede alte Brauerei einmal neu gewesen. Irgendwann stand hinter jedem Traditionsnamen jemand, der zum ersten Mal einen Sud ansetzte und nicht wusste, ob daraus Jahrzehnte oder vielleicht sogar Jahrhunderte werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Altus befindet sich genau an diesem Punkt.<\/p>\n<p>Und jetzt interessiert uns eure Meinung: Muss ein D\u00fcsseldorfer Alt kr\u00e4ftig und herb sein \u2013 oder darf es bewusst milder werden? Habt ihr das Altus Bio-Alt schon probiert? Kennt ihr das neue Altus Pils? Und wer von euch verbindet noch Erinnerungen mit der alten \u201eKneipe\u201c an der Liefergasse?<\/p>\n<p>Schreibt es uns in die Kommentare.<\/p>\n<p>Denn vielleicht schauen D\u00fcsseldorfer in 50 Jahren genau auf diese Jahre zur\u00fcck und erz\u00e4hlen, wie eine neue Brauereigeschichte angefangen hat.<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #AltusBr\u00e4u #Altbier #D\u00fcsseldorferAltstadt #Brauereigeschichte #D\u00fcsseldorfDamals #Bierkultur<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1534470712035097\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1534470712035097&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 ALTUS BR\u00c4U: WIE ZWEI D\u00dcSSELDORFER DAS ALTBIER F\u00dcR EINE NEUE GENERATION DENKEN Unsere Reise durch D\u00fcsseldorfs Brauereigeschichte f\u00fchrt diesmal nicht tief ins 19. 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