{"id":35289,"date":"2026-10-08T11:07:04","date_gmt":"2026-10-08T09:07:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/08\/die-innenstadt-von-morgen-duesseldorf-will-altstadt-und-city-neu-denken-72145091\/"},"modified":"2026-10-08T11:07:04","modified_gmt":"2026-10-08T09:07:04","slug":"die-innenstadt-von-morgen-duesseldorf-will-altstadt-und-city-neu-denken-72145091","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/08\/die-innenstadt-von-morgen-duesseldorf-will-altstadt-und-city-neu-denken-72145091\/","title":{"rendered":"DIE INNENSTADT VON MORGEN: D\u00dcSSELDORF WILL ALTSTADT UND CITY NEU DENKEN"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 DIE INNENSTADT VON MORGEN: D\u00dcSSELDORF WILL ALTSTADT UND CITY NEU DENKEN<\/p>\n<p>Die D\u00fcsseldorfer Innenstadt kann vieles gleichzeitig sein: Einkaufsmeile, Wohnort, Arbeitsplatz, Kulturzentrum, Partyviertel, Touristenmagnet und \u00f6ffentlicher Treffpunkt. Genau darin liegt ihre St\u00e4rke \u2013 und zunehmend auch ihr Problem. Wo so viele Interessen auf engem Raum zusammentreffen, entstehen Konflikte. Wohnen trifft auf Nachtleben, Aufenthaltsqualit\u00e4t auf Verkehr, Handel auf Leerstand und sommerliche Hitze auf dicht versiegelte Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Wie D\u00fcsseldorf mit diesen Widerspr\u00fcchen k\u00fcnftig umgehen will, wird jetzt politisch konkret. Am Freitag, 9. Oktober, besch\u00e4ftigt sich die Bezirksvertretung 1 mit der neuen Umsetzungsstrategie \u201eZukunft Altstadt\/Innenstadt\u201c. Am kommenden Mittwoch folgt die Beratung im Ausschuss f\u00fcr Planung und Stadtentwicklung. Im November soll schlie\u00dflich der Rat entscheiden.<\/p>\n<p>Hinter dem sperrigen Namen steckt eines der umfangreicheren Zukunftsprojekte f\u00fcr das D\u00fcsseldorfer Zentrum. Grundlage ist das Ende 2022 beschlossene Stadtentwicklungskonzept Raumwerk D. Aus dessen Schl\u00fcsselraum \u201eZukunft Innenstadt\u201c wurde in den vergangenen Jahren eine konkrete Strategie entwickelt. Mehrere Workshops, eine Onlinebeteiligung, Gespr\u00e4che mit Fach\u00e4mtern und Akteuren sowie ein Pop-up-City-Walk haben Ideen zusammengetragen und gegeneinander abgewogen.<\/p>\n<p>Dabei zeigt sich ziemlich deutlich: D\u00fcsseldorf will seine Innenstadt k\u00fcnftig nicht mehr haupts\u00e4chlich als Einkaufs- und B\u00fcrostandort betrachten.<\/p>\n<p>Die Stadt spricht von einer resilienten, gemischten Innenstadt. Dahinter steckt die Idee, dass ein Zentrum auch dann funktionieren muss, wenn sich Handel ver\u00e4ndert, B\u00fcrofl\u00e4chen anders genutzt werden oder klimatische Belastungen zunehmen. Wohnen, Kultur, Gastronomie, Arbeiten, Freizeit, soziale Angebote und \u00f6ffentliche R\u00e4ume sollen st\u00e4rker miteinander verbunden werden.<\/p>\n<p>Eines der deutlichsten Ergebnisse der bisherigen Beteiligung betrifft Orte, an denen man sich einfach aufhalten kann, ohne etwas kaufen oder konsumieren zu m\u00fcssen. Gerade in der Altstadt fehlen zwischen Gastronomie, Nachtleben und dichtem Besucherverkehr ruhige R\u00fcckzugsr\u00e4ume. Als besonders interessanter Ort wurde dabei immer wieder der Alte Hafen genannt.<\/p>\n<p>Ausgerechnet der kleine historische Hafen zwischen Altstadt und Carlstadt k\u00f6nnte k\u00fcnftig eine ganz andere Rolle bekommen. Bereits bei einem Workshop im vergangenen Jahr wurden Entw\u00fcrfe vorgestellt, die ihn st\u00e4rker als ruhigen Aufenthaltsort entwickeln sollen. Mehr Gr\u00fcn, bessere Sitzm\u00f6glichkeiten und eine Gestaltung, die den historischen Charakter bewahrt, k\u00f6nnten aus dem etwas versteckten Ort einen Gegenpol zum Trubel der Altstadt machen.<\/p>\n<p>Auch der Rhein spielt eine zentrale Rolle. Die Idee eines weiterentwickelten Rheinboulevards geh\u00f6rt zu den Ans\u00e4tzen, mit denen die Verbindung zwischen Innenstadt und Fluss verbessert werden soll. D\u00fcsseldorf besitzt mit seiner Rheinuferpromenade bereits einen der beliebtesten \u00f6ffentlichen R\u00e4ume der Stadt. Die Strategie fragt nun, wie diese Qualit\u00e4t weitergef\u00fchrt und besser mit angrenzenden Quartieren verbunden werden kann.<\/p>\n<p>Ein weiteres Thema k\u00f6nnte f\u00fcr die Zukunft der City entscheidend werden: Wohnen.<\/p>\n<p>In klassischen Einkaufslagen sollen k\u00fcnftig st\u00e4rker M\u00f6glichkeiten gepr\u00fcft werden, zus\u00e4tzlichen Wohnraum zu schaffen. Das klingt zun\u00e4chst simpel, ist aber ein grundlegender Kurswechsel. Innenst\u00e4dte, die abends fast ausschlie\u00dflich aus Gesch\u00e4ften und B\u00fcros bestehen, verlieren nach Ladenschluss schnell an Leben. Mehr Bewohner k\u00f6nnten dagegen daf\u00fcr sorgen, dass Quartiere auch au\u00dferhalb der Gesch\u00e4ftszeiten funktionieren.<\/p>\n<p>Genau hier beginnen allerdings die schwierigen Fragen.<\/p>\n<p>Wie viel Wohnen vertr\u00e4gt eine Altstadt, die gleichzeitig ein \u00fcberregional bekanntes Nachtleben besitzt? Wie lassen sich Anwohner vor L\u00e4rm sch\u00fctzen, ohne Gastronomie und Kultur abzuw\u00fcrgen? Wie bleibt die Innenstadt f\u00fcr Besucher erreichbar, w\u00e4hrend gleichzeitig mehr Platz f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, Radverkehr, Gr\u00fcn und Aufenthalt geschaffen werden soll?<\/p>\n<p>Die Strategie versucht deshalb bewusst, Mobilit\u00e4t nicht isoliert zu betrachten. Aufenthaltsqualit\u00e4t und Erreichbarkeit sollen gemeinsam gedacht werden. Auch neue Sharingangebote spielen dabei eine Rolle. In derselben Sitzung besch\u00e4ftigt sich die Bezirksvertretung beispielsweise mit zus\u00e4tzlichen Sharingstationen rund um die Mobilit\u00e4tsstationen M\u00fcnsterplatz und Bankstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kultur und kreativen Nutzungen. Leerst\u00e4nde sollen nicht automatisch jahrelang ungenutzt bleiben. Tempor\u00e4re Nutzungen, Kunst, Kultur, Handwerk, Subkultur und kreative Wirtschaft sollen st\u00e4rker M\u00f6glichkeiten erhalten, R\u00e4ume in der Innenstadt zu bespielen. Die Idee dahinter: Eine Innenstadt bleibt interessant, wenn dort Dinge entstehen \u2013 nicht nur verkauft werden.<\/p>\n<p>Auch Sport und Bewegung tauchen in den Zukunfts\u00fcberlegungen auf. \u00d6ffentliche R\u00e4ume sollen st\u00e4rker so gestaltet werden, dass sie unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen. Kinder und Jugendliche, Familien, \u00e4ltere Menschen oder Menschen, die sich einfach treffen m\u00f6chten, sollen im Zentrum Orte finden, die nicht ausschlie\u00dflich auf Konsum ausgerichtet sind.<\/p>\n<p>Dass diese Fragen dringend sind, zeigt die Bestandsaufnahme der Stadt. F\u00fcr die Strategie wurden zun\u00e4chst 64 bereits bestehende oder geplante Vorhaben untersucht. Dabei identifizierte die Planung 26 zentrale Herausforderungen \u2013 von Klimaresilienz und familienfreundlicher Infrastruktur \u00fcber bezahlbares beziehungsweise konfliktarmes Wohnen bis zu kreativen Milieus, Handel, Gastronomie und sogenannten dritten Orten zwischen Zuhause und Arbeitsplatz.<\/p>\n<p>Daraus entstanden zehn Zielrichtungen und konkrete Zukunftsprojekte.<\/p>\n<p>Wichtig ist allerdings: Am Freitag wird kein riesiges Bauprogramm beschlossen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung der Zukunftsprojekte stehen mit diesem Beschluss nicht automatisch zus\u00e4tzliche Millionen im Haushalt bereit. Einige Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten mit vorhandenen Mitteln angesto\u00dfen werden. Andere m\u00fcssen zun\u00e4chst vorbereitet werden und warten auf Haushaltsmittel, F\u00f6rderprogramme oder andere Finanzierungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Genau darin liegt zugleich die St\u00e4rke und die Schw\u00e4che solcher Strategiepapiere. Sie k\u00f6nnen eine klare Richtung vorgeben \u2013 aber erst in den kommenden Jahren wird sich zeigen, welche Ideen tats\u00e4chlich auf der Stra\u00dfe sichtbar werden.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie D\u00fcsseldorf seine Innenstadt plant.<\/p>\n<p>Sondern welche Innenstadt die D\u00fcsseldorfer \u00fcberhaupt wollen.<\/p>\n<p>Mehr Gr\u00fcn und weniger Autos? Mehr Wohnungen? Mehr Raum f\u00fcr Kultur und Jugendliche? Ruhigere Bereiche in der Altstadt? Oder muss vor allem daf\u00fcr gesorgt werden, dass Handel, Gastronomie und Besucher weiterhin problemlos ins Zentrum kommen?<\/p>\n<p>Die Bezirksvertretung 1 tagt am Freitag, 9. Oktober 2026, ab 14 Uhr im Rathaus am Marktplatz 2. Die Sitzung beginnt zun\u00e4chst mit einem nicht\u00f6ffentlichen Teil. Der anschlie\u00dfende \u00f6ffentliche Teil kann auch im Livestream verfolgt werden.<\/p>\n<p>www.duesseldorf.de\/livestream\/livestreams-bezirksvertretungen<\/p>\n<p>Die endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die Umsetzungsstrategie soll der Rat voraussichtlich am 12. November treffen.<\/p>\n<p>Und jetzt seid ihr gefragt: Was fehlt euch in D\u00fcsseldorfs Innenstadt wirklich? Mehr Gr\u00fcn, weniger Verkehr, mehr Wohnen, bessere Pl\u00e4tze zum Sitzen, mehr Kultur \u2013 oder etwas ganz anderes?<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #Innenstadt #Altstadt #Stadtentwicklung #RaumwerkD #Carlstadt #D\u00fcsseldorfAktuell<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1533370772145091\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1533370772145091&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 DIE INNENSTADT VON MORGEN: D\u00dcSSELDORF WILL ALTSTADT UND CITY NEU DENKEN Die D\u00fcsseldorfer Innenstadt kann vieles gleichzeitig sein: Einkaufsmeile, Wohnort, Arbeitsplatz, Kulturzentrum, Partyviertel, Touristenmagnet und \u00f6ffentlicher Treffpunkt. 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