{"id":35166,"date":"2026-10-03T11:14:03","date_gmt":"2026-10-03T09:14:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/03\/vom-heydelberger-fass-zum-uerige-elefanten-postkutschen-und-ein-millowitsch-95961502\/"},"modified":"2026-10-03T11:14:03","modified_gmt":"2026-10-03T09:14:03","slug":"vom-heydelberger-fass-zum-uerige-elefanten-postkutschen-und-ein-millowitsch-95961502","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/10\/03\/vom-heydelberger-fass-zum-uerige-elefanten-postkutschen-und-ein-millowitsch-95961502\/","title":{"rendered":"VOM HEYDELBERGER FASS ZUM UERIGE \u2013 ELEFANTEN, POSTKUTSCHEN UND EIN MILLOWITSCH"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 VOM HEYDELBERGER FASS ZUM UERIGE \u2013 ELEFANTEN, POSTKUTSCHEN UND EIN MILLOWITSCH<\/p>\n<p>Wer heute an der Ecke Berger Stra\u00dfe und Rheinstra\u00dfe vor dem Uerige steht, sieht eine der bekanntesten Adressen D\u00fcsseldorfs. Altbier, K\u00f6besse, dichtes Gedr\u00e4nge vor dem Haus und dieses ganz besondere St\u00fcck Altstadt geh\u00f6ren l\u00e4ngst zum Stadtbild. Doch wer die Geschichte des Ortes zur\u00fcckverfolgt, landet nicht zuerst beim Bier. Er landet bei Postkutschen, Wein, Pferdest\u00e4llen, Fremdenzimmern, einem \u201eHeydelberger Fass\u201c, einem \u201eBerliner Hof\u201c, einem \u201eBergischen Hof\u201c, Elefanten und Dromedaren \u2013 und schlie\u00dflich sogar bei der Familie Millowitsch.<\/p>\n<p>Und genau genommen beginnt die Geschichte noch fr\u00fcher. Wann das alte Patrizierhaus an dieser Stelle errichtet wurde, l\u00e4sst sich heute nicht mehr eindeutig bestimmen. Nach der \u00fcberlieferten Hausgeschichte befand es sich von 1658 bis 1783 im Besitz der Familie Pfeilstricker. Mitte des 18. Jahrhunderts unterhielt Heinrich Lichtschlag dort eine Kaiserliche Reichs-Fahrpost. Wer damals reiste, brauchte schlie\u00dflich weit mehr als einen Fahrplan: Menschen mussten essen und schlafen, Pferde versorgt und Wagen untergebracht werden. Das Haus war damit bereits lange vor dem ersten Uerige-Alt ein Ort, an dem Reisende ankamen, abstiegen und weiterzogen.<\/p>\n<p>In diese Zeit f\u00e4llt auch der erste Name, der bis heute besonders neugierig macht. Sp\u00e4testens 1755 ist das Haus als \u201eZum Heydelberger Fass\u201c beziehungsweise \u201eZum gro\u00dfen Fass\u201c dokumentiert. Die alte Schreibweise mit y geh\u00f6rt zur Zeit. Ob sich der D\u00fcsseldorfer Name ausdr\u00fccklich auf das ber\u00fchmte riesige Weinfass im Heidelberger Schloss bezog, l\u00e4sst sich aus den zug\u00e4nglichen Quellen nicht zweifelsfrei belegen. Fest steht dagegen, dass Wein hier eine zentrale Rolle spielte und dass der Name \u201eHeidelberger Fass\u201c das Haus noch sehr lange begleiten sollte.<\/p>\n<p>1783 f\u00fchrte der Weinh\u00e4ndler Leonhard Juppen das Heidelberger Fass. Eine historische Anzeige vermittelt ziemlich genau, was einen Gast dort erwartete: Reisende zu Pferd oder mit Wagen konnten Unterkunft, Stallung, Wein und Essen bekommen. Das Heidelberger Fass war also kein kleines Ecklokal nach heutigem Verst\u00e4ndnis, sondern Gasthof, Herberge, Weinstube und Versorgungsstation in einem. Wer durch D\u00fcsseldorf reiste, konnte Mensch und Tier unterbringen und am n\u00e4chsten Tag weiterziehen.<\/p>\n<p>Danach wechselten die Eigent\u00fcmer mehrfach. 1790 \u00fcbernahm Johann Lambert Gruben das Haus. Nach der Besetzung D\u00fcsseldorfs durch franz\u00f6sische Revolutionstruppen verkaufte er es 1795 an den B\u00e4ckermeister Bertram Mertens. 1802 gelangte die Immobilie schlie\u00dflich an den Getreideh\u00e4ndler Johann Anton Joseph Bender. Unter Bender wurde kr\u00e4ftig gebaut: Ab 1811 entstanden neue St\u00e4lle und Speicher, 1820 ein weiteres Hintergeb\u00e4ude mit Remise und Wohnr\u00e4umen. Schon daran erkennt man, wie gro\u00df und vielseitig der Betrieb hinter der eigentlichen Gaststube gewesen sein muss.<\/p>\n<p>Nach Benders Tod 1826 verpachtete seine Witwe Elisabeth das Anwesen an verschiedene Gastwirte. \u00dcberliefert sind Heinrich Wilms und Caspar Bosselmann. Mit Bosselmann taucht der n\u00e4chste Name in der Geschichte auf: Berliner Hof. Nach einem gr\u00f6\u00dferen Umbau 1837 und 1838 entwickelte sich daraus schlie\u00dflich der Bergische Hof, ein Weinlokal mit Speisen, \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten und gelegentlichen Schaustellungen. Ganz sauber l\u00e4sst sich der Wechsel der Namen allerdings nicht auf ein einzelnes Datum festnageln. W\u00e4hrend die heutige Hauschronik den Bergischen Hof bereits nach dem Umbau 1837\/38 nennt, erscheint der Berliner Hof in einer sp\u00e4ter zusammengestellten D\u00fcsseldorfer Jahreschronik noch f\u00fcr 1842. Historische Wirtshausnamen konnten offenbar eine Zeitlang nebeneinander beziehungsweise im \u00dcbergang weiterleben.<\/p>\n<p>Und damit kommen wir zu den Elefanten.<\/p>\n<p>Der D\u00fcsseldorfer Historiker Heinrich Ferber, 1832 in D\u00fcsseldorf geboren, erinnerte sich Jahrzehnte sp\u00e4ter an seine Jugend und schrieb 1890, dass im Stall des Hinterhauses f\u00fcr einige Pfennige \u201eElephanten, Dromedare\u201c und andere Tiere zu sehen gewesen seien. Ferber war kein sp\u00e4terer Geschichtenerfinder ohne Ortsbezug, sondern D\u00fcsseldorfer Archivar und Regionalhistoriker. Seine Erinnerung ist deshalb ein bemerkenswertes Zeitzeugnis \u2013 auch wenn sie Jahrzehnte nach dem Erlebnis niedergeschrieben wurde.<\/p>\n<p>Besonders spannend wird es, wenn man eine zweite \u00dcberlieferung danebenlegt. Eine Chronik \u00fcber das D\u00fcsseldorfer Jahr 1842 nennt ausdr\u00fccklich einen wei\u00dfen Elefanten im Berliner Hof an der Bergerstra\u00dfe. Ferber war 1842 zehn Jahre alt. Es w\u00e4re also zeitlich durchaus m\u00f6glich, dass dieser Elefant zu jenen Tieren geh\u00f6rte, an die er sich sp\u00e4ter erinnerte. Beweisen l\u00e4sst sich allerdings nicht, dass Ferber genau diesen einen Elefanten meinte \u2013 und aus einer sch\u00f6nen \u00dcbereinstimmung sollte man keine falsche Gewissheit machen. Sicher ist aber: In dieser Zeit wurden an jener Adresse beziehungsweise in ihrem unmittelbaren historischen Zusammenhang tats\u00e4chlich exotische Tiere gezeigt.<\/p>\n<p>Einen Zoo darf man sich darunter nicht vorstellen. Solche Tier- und Wanderschaustellungen geh\u00f6rten im 19. Jahrhundert zur Unterhaltungskultur. Schausteller zogen mit ungew\u00f6hnlichen Tieren, Wachsfiguren, Dioramen und anderen Attraktionen von Stadt zu Stadt. Auch D\u00fcsseldorf kannte diese Form der Unterhaltung gut. In derselben Chronik von 1842 begegnen einem neben dem Elefanten ein Zirkus, ein Wachsfigurenkabinett und ein Diorama. Gasth\u00f6fe mit H\u00f6fen, St\u00e4llen und Nebengeb\u00e4uden boten f\u00fcr solche kurzfristigen Sensationen passende R\u00e4ume. Der sp\u00e4tere Uerige war damit zeitweise nicht nur Unterkunft und Gastwirtschaft, sondern offenbar auch ein Ort, an dem D\u00fcsseldorfer f\u00fcr ein paar Pfennige etwas zu sehen bekamen, das sie im Alltag niemals zu Gesicht bekommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Dann kam der Mann, der dem Haus zwar nicht offiziell sofort einen neuen Namen gab, aber daf\u00fcr einen Spitznamen, der st\u00e4rker werden sollte als alle bisherigen Bezeichnungen.<\/p>\n<p>Am 4. Januar 1862 verkaufte Elisabeth Bender den Bergischen Hof an Heinrich Hubert Wilhelm C\u00fcrten. In der Jubil\u00e4umschronik des Hauses wird ein Kaufpreis von 19.000 Talern preu\u00dfisch Courant genannt. C\u00fcrten stammte aus Gerresheim, war B\u00e4cker und Gastwirt und beantragte noch im Juni desselben Jahres eine Braugenehmigung. Im Keller und in den Hintergeb\u00e4uden richtete er seine Brauerei ein; im Erdgeschoss wurde das oberg\u00e4rige Bier ausgeschenkt. 1862 ist damit das eigentliche Geburtsjahr der Hausbrauerei.<\/p>\n<p>Nur hie\u00df sie im Sprachgebrauch bald nicht mehr so, wie es irgendein Schild vorgab.<\/p>\n<p>Wilhelm C\u00fcrten galt offenbar als ausgesprochen eigenwilliger Zeitgenosse. Die Hausgeschichte beschreibt ihn als schlecht gelaunt; andere \u00dcberlieferungen sprechen von einem schrulligen Menschen. Im D\u00fcsseldorfer Platt wurde daraus der \u201euerige Willem\u201c. \u00dcberliefert ist au\u00dferdem, dass C\u00fcrten sein Haus praktisch nie verlassen habe \u2013 mit einer Ausnahme: dem sonnt\u00e4glichen Kirchgang zur nahe gelegenen Maxkirche. Irgendwann gingen die D\u00fcsseldorfer nicht mehr nur in den Bergischen Hof, sondern einfach \u201ezum Uerige\u201c. Der Spitzname des Wirts war zum Namen des Hauses geworden.<\/p>\n<p>Das ist vielleicht der sch\u00f6nste Teil dieser Namensgeschichte: Kein Marketingb\u00fcro erfand \u201eUerige\u201c. Kein Unternehmensberater entwickelte eine Marke. Ein Wirt war offenbar so charakteristisch schlecht gelaunt, dass die D\u00fcsseldorfer ihn nach genau dieser Eigenschaft benannten \u2013 und mehr als anderthalb Jahrhunderte sp\u00e4ter kennt die ganze Stadt noch immer diesen Spitznamen.<\/p>\n<p>Bis 1880 hatte sich die Brauerei l\u00e4ngst einen Namen gemacht. Eine Jubil\u00e4umschronik spricht f\u00fcr diese Zeit von etwa 80 Hausbrauereien in D\u00fcsseldorf. Das Bier wurde im Keller und in den Hintergeb\u00e4uden gebraut, ausgeschenkt vor allem im Eckraum zur Berger- und Rheinstra\u00dfe. Und ausgerechnet in jenem Jahr bekam das Uerige eine Verbindung zu einer Familie, die man nun wirklich eher mit der anderen gro\u00dfen Rheinstadt verbindet.<\/p>\n<p>Am 24. Januar 1880 wurde Peter Wilhelm Millowitsch in diesem Haus geboren.<\/p>\n<p>Nicht Willy Millowitsch \u2013 das wird gern durcheinandergebracht \u2013, sondern dessen Vater. Peter Wilhelm wurde sp\u00e4ter Schauspieler und Theaterleiter und f\u00fchrte die Familientradition weiter, aus der schlie\u00dflich der wohl ber\u00fchmteste k\u00f6lsche Volksschauspieler hervorging. Willy Millowitsch selbst kam erst 1909 in K\u00f6ln zur Welt. Dass sein Vater ausgerechnet im D\u00fcsseldorfer Uerige geboren wurde, ist also kein rheinischer Kneipenwitz, sondern historisch belegt.<\/p>\n<p>Wie die Familie genau in diesem Moment in dem Haus untergebracht war, ist weniger eindeutig dokumentiert als die Geburt selbst. Plausibel ist der Zusammenhang mit der damals reisenden Theaterfamilie. Die Millowitschs waren keineswegs ausschlie\u00dflich in K\u00f6ln verwurzelt und unterwegs. Wilhelm Josef Millowitsch, Peter Wilhelms Vater, ist sp\u00e4ter sogar als Bewohner der D\u00fcsseldorfer Poststra\u00dfe 2 und als Mitglied der D\u00fcsseldorfer Karnevalsgesellschaft Kaffeep\u00f6ttche nachgewiesen. Die Verbindung nach D\u00fcsseldorf bestand also st\u00e4rker, als es die sp\u00e4ter liebevoll gepflegte K\u00f6ln-D\u00fcsseldorf-Rivalit\u00e4t vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Heute erinnert an der Uerige-Fassade eine bronzene Gedenktafel an diese Geschichte. Das Relief \u201eMillowitsch-Dynastie\u201c stammt von Ulrich Grenzheuser und wurde im Jahr 2000 geschaffen. Und nat\u00fcrlich w\u00e4re eine solche Geschichte ohne rheinischen Seitenhieb nur halb so sch\u00f6n: Peter Millowitsch, Willys Sohn, wurde 2016 in einem Interview mit der D\u00fcsseldorfer Herkunft seines Gro\u00dfvaters konfrontiert. Seine scherzhafte Reaktion sinngem\u00e4\u00df: aus K\u00f6lner Sicht sei das schon ziemlich peinlich \u2013 und dann auch noch im Uerige. Mehr rheinische V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung geht eigentlich kaum.<\/p>\n<p>Nach Wilhelm C\u00fcrtens Tod 1886 \u00fcbernahm sein Sohn Max die Brauerei. Interessanterweise tauchte nun noch einmal der alte Name auf: Die Jubil\u00e4umschronik vermerkt, dass Max C\u00fcrten das Haus wieder \u201eIm Heidelberger Fass\u201c nannte. Der volkst\u00fcmliche Name Uerige war allerdings l\u00e4ngst in der Welt. Max modernisierte die Brauerei unter anderem mit einer Eismaschine und neuer Brautechnik. Nach seinem fr\u00fchen Tod 1902 stellte seine Witwe den Braumeister Jean Keller ein. Keller pachtete Brauerei und Gastst\u00e4tte ab 1907 und kaufte beides 1912. Und als h\u00e4tte das Haus seinen Charakter bereits festgelegt, beschreibt selbst die offizielle Historie auch Keller als keinen \u00fcberm\u00e4\u00dfig fr\u00f6hlichen Hausherrn. Der Name Uerige passte also weiterhin erstaunlich gut.<\/p>\n<p>1934 \u00fcbernahm Jakob Lotz die Pacht, 1937 begann die lange \u00c4ra Rudolf Arnolds. Dann traf der Zweite Weltkrieg das Haus mit voller H\u00e4rte. 1943 wurde das Vorderhaus durch einen Bombentreffer zerst\u00f6rt, 1944 brannte die Brauerei nach einem weiteren Angriff vollst\u00e4ndig aus. Was heute an der Ecke steht, ist deshalb nicht einfach unversehrt jenes Haus, in dem im 18. Jahrhundert Reisende abstiegen, im 19. Jahrhundert Elefanten gezeigt wurden und Peter Wilhelm Millowitsch geboren wurde. Die historische Kontinuit\u00e4t steckt im Ort und im Betrieb \u2013 die Bausubstanz musste nach dem Krieg zu wesentlichen Teilen neu entstehen.<\/p>\n<p>Rudolf Arnold begann bereits 1945 gemeinsam mit zur\u00fcckgekehrten K\u00f6bessen, Brauern und weiteren Mitarbeitern mit dem Wiederaufbau. 1949 war er abgeschlossen. Danach wuchs das Uerige weiter. 1951 kamen das Handwerkerst\u00fcbchen und das Neweaan hinzu, 1974 das Brauhaus. Arnold selbst sorgte ebenfalls f\u00fcr Geschichten: Als er sich mit einer Schnapssteuer nicht anfreunden konnte, verzichtete er kurzerhand auf den Ausschank von Schnaps und begr\u00fcndete das per Schild zugleich mit der Gesundheit der G\u00e4ste und seinem eigenen Gesch\u00e4ft. Auch diese trockene Art passt auff\u00e4llig gut zu einem Haus, dessen Name auf einen schlecht gelaunten Wirt zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>1976 \u00fcbernahmen Christa und Josef Schnitzler das Uerige. Seit 1999 f\u00fchrt Michael Schnitzler das Unternehmen. Mit dem 2008 er\u00f6ffneten Stickum kamen weitere Fl\u00e4chen f\u00fcr Gastronomie und Brauerei hinzu, au\u00dferdem eine Brennerei. Damit hat sich der Betrieb technisch und r\u00e4umlich weit von jenem Gasthof des 18. Jahrhunderts entfernt \u2013 ohne seine Geschichte abzusch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Und vielleicht liegt genau darin der eigentliche Reiz dieser Ecke.<\/p>\n<p>Das Uerige ist nicht einfach ein Brauhaus, das seit 1862 Bier ausschenkt. An dieser Adresse l\u00e4sst sich ein erstaunliches St\u00fcck D\u00fcsseldorfer Stadtentwicklung ablesen. Aus einer Station f\u00fcr Reisende und Postkutschen wurde das Heydelberger Fass. Aus Wein, Fremdenzimmern und Pferdest\u00e4llen entwickelten sich Berliner und Bergischer Hof. In den Hintergeb\u00e4uden wurden Elefanten und Dromedare bestaunt. Ein m\u00fcrrischer Gerresheimer machte daraus eine Hausbrauerei und schenkte dem Ort unfreiwillig seinen bis heute g\u00fcltigen Namen. Dann wurde dort auch noch der Vater von Willy Millowitsch geboren, bevor Krieg und Wiederaufbau das Geb\u00e4ude erneut ver\u00e4nderten.<\/p>\n<p>Wer heute mit einem Alt vor dem Uerige steht, steht deshalb auf bemerkenswert vielen Schichten D\u00fcsseldorfer Geschichte.<\/p>\n<p>Und beim n\u00e4chsten Blick auf die Ecke Berger Stra\u00dfe\/Rheinstra\u00dfe darf man sich ruhig vorstellen, wie dort einmal Reisende ihre Pferde unterstellten, wenige Jahrzehnte sp\u00e4ter D\u00fcsseldorfer f\u00fcr ein paar Pfennige einen Elefanten bestaunten \u2013 und irgendwann ein Kind namens Peter Wilhelm Millowitsch zur Welt kam.<\/p>\n<p>So etwas kann sich eigentlich nur D\u00fcsseldorf ausdenken.<\/p>\n<p>Nur diesmal ist es keine erfundene Geschichte.<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #Uerige #Altstadt #Stadtgeschichte #D\u00fcsseldorferGeschichte #Millowitsch #Altbier @Follower @Top-Fans<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1528539995961502\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1528539995961502&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 VOM HEYDELBERGER FASS ZUM UERIGE \u2013 ELEFANTEN, POSTKUTSCHEN UND EIN MILLOWITSCH Wer heute an der Ecke Berger Stra\u00dfe und Rheinstra\u00dfe vor dem Uerige steht, sieht eine der bekanntesten Adressen D\u00fcsseldorfs. 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