{"id":34813,"date":"2026-09-14T11:40:02","date_gmt":"2026-09-14T09:40:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/09\/14\/von-garath-bis-kunstakademie-duesseldorf-vergibt-seine-neuen-kulturpreise-94490129\/"},"modified":"2026-09-14T11:40:02","modified_gmt":"2026-09-14T09:40:02","slug":"von-garath-bis-kunstakademie-duesseldorf-vergibt-seine-neuen-kulturpreise-94490129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/09\/14\/von-garath-bis-kunstakademie-duesseldorf-vergibt-seine-neuen-kulturpreise-94490129\/","title":{"rendered":"VON GARATH BIS KUNSTAKADEMIE: D\u00dcSSELDORF VERGIBT SEINE NEUEN KULTURPREISE"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 VON GARATH BIS KUNSTAKADEMIE: D\u00dcSSELDORF VERGIBT SEINE NEUEN KULTURPREISE<\/p>\n<p>Seit mehr als f\u00fcnf Jahrzehnten zeichnet D\u00fcsseldorf K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler aus. In diesem Jahr beginnt dabei ein neues Kapitel. Aus den bisherigen F\u00f6rderpreisen werden erstmals die Kulturpreise der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf. Am Donnerstag, 17. September, werden im Malkastenforum acht Pers\u00f6nlichkeiten aus Bildender Kunst, Tanz, Musik und Literatur ausgezeichnet. Jeder der st\u00e4dtischen Kulturpreise ist mit 6.000 Euro dotiert.<\/p>\n<p>Die Umbenennung ist mehr als ein neues Etikett. Seit 1972 geh\u00f6rten die F\u00f6rderpreise zum Instrumentarium der D\u00fcsseldorfer Kulturf\u00f6rderung. Mit der Neukonzeption soll die Auszeichnung nun st\u00e4rker sichtbar werden und nicht mehr mit der \u00dcbergabe einer Urkunde enden. K\u00fcnftig ist eine Veranstaltungsreihe mit den Ausgezeichneten vorgesehen, darunter Lesungen, Performances und Ausstellungen. Damit sollen die pr\u00e4mierten Arbeiten auch f\u00fcr ein breiteres Publikum in der Stadt erlebbar werden.<\/p>\n<p>Wie unterschiedlich diese D\u00fcsseldorfer Kulturszene inzwischen ist, zeigt bereits die erste Generation der neuen Preistr\u00e4ger. In der Bildenden Kunst werden Sof\u00eda Magdits Espinoza und Felix Schramm ausgezeichnet. Magdits Espinoza stammt aus Lima und lebt und arbeitet in D\u00fcsseldorf. Die Absolventin der Kunstakademie verbindet Textilkunst, Installation, Performance, Musik und Video. Weben versteht sie dabei nicht nur als Handwerk, sondern als k\u00fcnstlerische Form, mit der sie soziale Beziehungen, Erinnerung, F\u00fcrsorge und kulturelle Herkunft sichtbar macht. Wie der neue Kulturpreis k\u00fcnftig \u00fcber den Festabend hinauswirken soll, l\u00e4sst sich bei ihr unmittelbar erleben: Vom 19. bis 27. September zeigt der K\u00fcnstlerverein Malkasten unter dem Titel \u201eUnter derselben Sonne\u201c Arbeiten der K\u00fcnstlerin. Besucherinnen und Besucher k\u00f6nnen dort selbst an einem gemeinschaftlichen Webprojekt mitarbeiten.<\/p>\n<p>Mit Felix Schramm steht ihr ein K\u00fcnstler gegen\u00fcber, dessen Werk l\u00e4ngst weit \u00fcber D\u00fcsseldorf hinaus bekannt ist. Der 1970 in Hamburg geborene Bildhauer studierte zun\u00e4chst in Florenz und anschlie\u00dfend an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf, wo er Meistersch\u00fcler von Jannis Kounellis wurde. Seine oft raumgreifenden Arbeiten ver\u00e4ndern Architektur, brechen vertraute Raumordnungen auf und machen aus W\u00e4nden und Fl\u00e4chen selbst Bestandteile der Skulptur. Schramm lebt und arbeitet in D\u00fcsseldorf und engagiert sich auch f\u00fcr Kunst im \u00f6ffentlichen Raum der Stadt.<\/p>\n<p>In der Darstellenden Kunst gehen die Kulturpreise an Ruby und Flockey Ocscor. Ruby geh\u00f6rt zu den pr\u00e4genden Stimmen der j\u00fcngeren Urban-Dance-Szene. Ihre k\u00fcnstlerische Arbeit verbindet Hip-Hop, Choreografie und Tanzvermittlung. 2019 geh\u00f6rte sie zu den Mitbegr\u00fcnderinnen des Kollektivs Hood of Sisters, das Frauen innerhalb der urbanen Tanzkultur st\u00e4rken und sichtbarer machen will. Am tanzhaus nrw arbeitet sie als T\u00e4nzerin, Choreografin und Dozentin und entwickelt zugleich Projekte, die urbane Tanzformen st\u00e4rker auf Theaterb\u00fchnen bringen.<\/p>\n<p>Auch Flockey Ocscor steht f\u00fcr eine Kulturform, die l\u00e4ngst einen festen Platz in D\u00fcsseldorf gefunden hat. Der T\u00e4nzer, Musiker, Veranstalter und Spoken-Word-K\u00fcnstler ist international in der Urban-Dance-Szene unterwegs und unterrichtet bereits seit seinem 17. Lebensjahr am tanzhaus nrw. Im D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus hat er mit den \u201eSessions\u201c zudem ein Format geschaffen, in dem Tanz, Musik, Poetry und andere Ausdrucksformen der urbanen Kultur aufeinandertreffen. Seine Auszeichnung ist damit zugleich eine Anerkennung jener Szene, die sich ihre B\u00fchnen in D\u00fcsseldorf \u00fcber viele Jahre selbst geschaffen hat.<\/p>\n<p>Auch musikalisch k\u00f6nnte die Spannweite kaum gr\u00f6\u00dfer sein. Kira Hummen und Boondawg erhalten die beiden Kulturpreise im Bereich Musik. Hummen lebt und arbeitet seit 2021 in D\u00fcsseldorf und verbindet Alternative Pop mit experimentellen und politischen Ans\u00e4tzen. Sie schreibt, spielt und produziert ihre Musik selbst. Bereits 2024 geh\u00f6rte sie zu den Gewinnerinnen der D\u00fcsseldorfer Bandprofessionalisierung des Kulturamtes. Ihr Album \u201eMy Body Is The Only Place\u201c und die j\u00fcngere EP \u201eHer Legacy\u201c besch\u00e4ftigen sich unter anderem mit K\u00f6rper, weiblicher Erfahrung und famili\u00e4ren Pr\u00e4gungen.<\/p>\n<p>Boondawg wiederum bringt Garath in eine Musikszene, die l\u00e4ngst weit \u00fcber die Stadtgrenzen hinausreicht. Der Rapper wuchs im D\u00fcsseldorfer S\u00fcden auf und begann als Jugendlicher mit Rap und Songwriting. Aus fr\u00fchen englischsprachigen Ver\u00f6ffentlichungen entwickelte sich ein eigener deutschsprachiger Sound zwischen Trap, Rap und Pop. Sp\u00e4testens mit \u201eGangsigns\u201c erreichte er ein gro\u00dfes Publikum. Inzwischen stehen mehrere Ver\u00f6ffentlichungen, Tourneen und Kooperationen mit bekannten Namen der deutschen Rap-Szene f\u00fcr eine Karriere, deren Ausgangspunkt D\u00fcsseldorf geblieben ist.<\/p>\n<p>Die beiden Literaturpreise zeigen schlie\u00dflich, wie weit der Literaturbegriff der Stadt gefasst wird. Thea Mantwill verbindet Schreiben und Bildende Kunst. Sie studierte an den Kunstakademien Karlsruhe und D\u00fcsseldorf und lebt und arbeitet in der Stadt. 2025 erschien ihr Roman \u201eGl\u00fchfarbe\u201c, ein Near-Future-Stoff \u00fcber digitale Identit\u00e4t, soziale Medien und das Leben zwischen realer und virtueller Welt.<\/p>\n<p>Alexandra Wehrmann wiederum erz\u00e4hlt D\u00fcsseldorf seit vielen Jahren aus einer sehr eigenen Perspektive. Die Journalistin und Autorin wurde in der Stadt geboren und betreibt seit 2015 das Blog \u201etheycallitkleinparis\u201c, auf dem sie Menschen und Geschichten aus D\u00fcsseldorf portr\u00e4tiert. Gemeinsam mit Markus Luigs ver\u00f6ffentlichte sie \u201eOberbilk. Hinterm Bahnhof\u201c, gr\u00fcndete sp\u00e4ter den Connaisseur Verlag und entwickelte mit \u201eFujikato\u201c ein eigenes Foto- und Kunstmagazin. Ihre Stadtrundg\u00e4nge f\u00fchren bewusst nicht nur zu den bekannten Sehensw\u00fcrdigkeiten, sondern in jene Ecken, aus denen sich das wirkliche Stadtleben zusammensetzt.<\/p>\n<p>Neben den acht st\u00e4dtischen Kulturpreisen wird am Donnerstag au\u00dferdem Nora Pfahl ausgezeichnet. Sie erh\u00e4lt den F\u00f6rderpreis der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse D\u00fcsseldorf in der Sparte Darstellende Kunst. Die T\u00e4nzerin und Choreografin arbeitet seit vielen Jahren am tanzhaus nrw und leitet inzwischen das junge tanzhaus sowie das Netzwerk take-off: Junger Tanz D\u00fcsseldorf. Damit steht auch bei ihr eine Arbeit im Mittelpunkt, die Kunst nicht nur produziert, sondern an die n\u00e4chste Generation weitergibt.<\/p>\n<p>Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 17. September, um 18 Uhr im Malkastenforum an der Jacobistra\u00dfe 6a statt. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Stephan Keller wird die Urkunden \u00fcberreichen.<\/p>\n<p>Die erste Ausgabe der neuen Kulturpreise erz\u00e4hlt dabei vielleicht mehr \u00fcber D\u00fcsseldorf als jede einzelne Auszeichnung f\u00fcr sich. Kunstakademie und Garath, experimenteller Pop und Hip-Hop, Bildhauerei und Webkunst, Urban Dance und Stadtjournalismus stehen gleichberechtigt nebeneinander. Genau diese Mischung macht sichtbar, wie viel breiter D\u00fcsseldorfer Kultur inzwischen geworden ist.<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #Kulturpreis #KulturInD\u00fcsseldorf #Kunst #Musik #Literatur #UrbanCulture @Follower<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1509920394490129\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1509920394490129&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 VON GARATH BIS KUNSTAKADEMIE: D\u00dcSSELDORF VERGIBT SEINE NEUEN KULTURPREISE Seit mehr als f\u00fcnf Jahrzehnten zeichnet D\u00fcsseldorf K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler aus. 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