{"id":34811,"date":"2026-09-14T10:35:04","date_gmt":"2026-09-14T08:35:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/09\/14\/ostparkweiher-wird-zur-klima-baustelle-57827866\/"},"modified":"2026-09-14T10:35:04","modified_gmt":"2026-09-14T08:35:04","slug":"ostparkweiher-wird-zur-klima-baustelle-57827866","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/09\/14\/ostparkweiher-wird-zur-klima-baustelle-57827866\/","title":{"rendered":"OSTPARKWEIHER WIRD ZUR KLIMA-BAUSTELLE"},"content":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 OSTPARKWEIHER WIRD ZUR KLIMA-BAUSTELLE<\/p>\n<p>Was im Ostpark zun\u00e4chst wie eine gew\u00f6hnliche Entschlammung aussieht, ist tats\u00e4chlich ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Projekt. D\u00fcsseldorf will den \u00f6kologisch angeschlagenen Ostparkweiher so umbauen, dass er Trockenperioden und niedrige Grundwasserst\u00e4nde k\u00fcnftig besser \u00fcbersteht. Am Montag, 21. September, beginnen die n\u00e4chsten vorbereitenden Arbeiten. Die eigentliche Entschlammung und Teilvertiefung ist von Anfang Oktober bis Ende Januar 2027 vorgesehen.<\/p>\n<p>Wie dringend das Thema inzwischen ist, zeigte bereits dieser Sommer. Langanhaltende Hitze und Trockenheit lie\u00dfen den Wasserspiegel des Weihers deutlich sinken. Verst\u00e4rkt wurde die Situation durch Grundwasserabsenkungen im Zusammenhang mit Bauprojekten im benachbarten Grafental. Im Juli musste deshalb zeitweise Wasser aus der D\u00fcssel \u00fcber eine provisorische Leitung in den Weiher gepumpt werden. Sp\u00e4ter sollte zus\u00e4tzlich gef\u00f6rdertes Grundwasser aus den dortigen Baufeldern zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Das grunds\u00e4tzliche Problem liegt jedoch tiefer. Auf dem Boden des rund 17.000 Quadratmeter gro\u00dfen Weihers hat sich mittlerweile durchschnittlich eine etwa 30 Zentimeter starke Schlammschicht gebildet. Gleichzeitig fehlen ausreichend tiefe Bereiche, in die sich Fische, Muscheln und andere Wasserorganismen bei stark sinkendem Wasserstand zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen. Genau das soll sich jetzt \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Bei der Sanierung wird Schlamm aus dem Gew\u00e4sser abgesaugt und \u00fcber eine schwimmende Leitung an Land gepumpt, dort entw\u00e4ssert und anschlie\u00dfend abtransportiert. Zentral soll ein deutlich tieferer Bereich entstehen, dessen Sohle rund einen Meter unter dem bisherigen Gew\u00e4sserboden liegt. Zus\u00e4tzlich sind naturn\u00e4here Flachufer und neue Pflanzungen vorgesehen. Etwa f\u00fcnf Prozent der Gew\u00e4ssersohle sollen bewusst unangetastet bleiben, damit sich besonders sch\u00fctzenswerte Arten nach den Arbeiten leichter wieder ausbreiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Tier- und Pflanzenwelt. Vor Beginn der Entschlammung sollen Gro\u00dfe Teichmuscheln eingesammelt und innerhalb des Weihers gesch\u00fctzt zwischengelagert werden. Eine \u00f6kologische Baubegleitung \u00fcberwacht die Arbeiten. Zu den Arten, deren Lebensbedingungen verbessert werden sollen, geh\u00f6ren neben der Gro\u00dfen Teichmuschel auch Bitterling, Schleie und Hecht sowie Armleuchteralgen, die in diesem Lebensraum von besonderer Bedeutung sind.<\/p>\n<p>Bevor allerdings schweres Ger\u00e4t bis an den Weiher gelangen kann, muss am Zugang nahe der Zweibr\u00fcckenstra\u00dfe ein Spitzahorn gef\u00e4llt werden. Nach Abschluss des gesamten Projekts soll an gleicher Stelle ein Ersatzbaum gepflanzt werden. Gleichzeitig werden die Baumgruben zweier benachbarter B\u00e4ume saniert und mit einem hydrologisch optimierten Substrat verbessert.<\/p>\n<p>F\u00fcr Spazierg\u00e4nger bedeutet die Ma\u00dfnahme Einschr\u00e4nkungen. W\u00e4hrend der Bauphase werden die gew\u00e4ssernahen Bereiche westlich der gro\u00dfen zentralen Wiese sowie die Baustellenzufahrt von der Zweibr\u00fcckenstra\u00dfe gesperrt. Der \u00fcbrige Ostpark bleibt zug\u00e4nglich. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die beanspruchten Parkfl\u00e4chen denkmalgerecht wiederhergestellt werden. Daf\u00fcr sind Februar und M\u00e4rz 2027 vorgesehen.<\/p>\n<p>Das Projekt kostet voraussichtlich 1,51 Millionen Euro. 942.574 Euro davon \u00fcbernimmt der Bund \u00fcber das F\u00f6rderprogramm Nat\u00fcrlicher Klimaschutz in l\u00e4ndlichen Kommunen. Es geht damit nicht nur um einen saubereren Weiher, sondern um Klimaanpassung und den Erhalt eines historisch wie \u00f6kologisch wichtigen St\u00fccks D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Denn der Ostpark ist selbst ein St\u00fcck Stadtgeschichte. Die rund acht Hektar gro\u00dfe Anlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts nach Pl\u00e4nen des D\u00fcsseldorfer Stadtg\u00e4rtners Heinrich Friedrich Adolf Hillebrecht geschaffen. Ab 1919 gab es auf dem Ostparkweiher sogar einen Ruderbootsverleih mit Gastronomie, der bis in die 1960er-Jahre bestand. Heute ist der Weiher vor allem Naherholungsraum und Lebensraum zugleich.<\/p>\n<p>Mit der bevorstehenden Sanierung versucht D\u00fcsseldorf nun, diesen historischen Park an Bedingungen anzupassen, f\u00fcr die er vor mehr als 120 Jahren nicht geplant wurde. Ob das gelingt, wird sich nicht allein daran zeigen, wie der Weiher nach der Baustelle aussieht. Entscheidend wird sein, ob er auch den n\u00e4chsten trockenen Sommer besser \u00fcbersteht.<\/p>\n<p>#D\u00fcsseldorf #D\u00fcsseldorf4You #DUS4YOU #Ostpark #Grafenberg #Klimaanpassung #Stadtgr\u00fcn #NaturInD\u00fcsseldorf<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1509876357827866\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1509876357827866&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u261d\ufe0f\ud83e\udef5\ud83d\udc49 OSTPARKWEIHER WIRD ZUR KLIMA-BAUSTELLE Was im Ostpark zun\u00e4chst wie eine gew\u00f6hnliche Entschlammung aussieht, ist tats\u00e4chlich ein deutlich gr\u00f6\u00dferes Projekt. 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