{"id":30143,"date":"2026-05-29T15:49:49","date_gmt":"2026-05-29T13:49:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/05\/29\/arabi-verweigert-die-aufstiegs-show-00021217\/"},"modified":"2026-05-29T15:49:49","modified_gmt":"2026-05-29T13:49:49","slug":"arabi-verweigert-die-aufstiegs-show-00021217","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/05\/29\/arabi-verweigert-die-aufstiegs-show-00021217\/","title":{"rendered":"\ud83d\udd34\u26aa Arabi verweigert die Aufstiegs-Show \ud83d\udd34\u26aa"},"content":{"rendered":"<p>\ud83d\udd34\u26aa Arabi verweigert die Aufstiegs-Show \ud83d\udd34\u26aa<br>\n \u2013 und genau das ist Fortunas bitterste Wahrheit<\/p>\n<p>Es war keine Pressekonferenz der gro\u00dfen Versprechen. Keine Show. Kein \u201eJetzt greifen wir wieder an\u201c mit breiter Brust. Keine k\u00fcnstliche Euphorie f\u00fcr einen Verein, der gerade sportlich abgest\u00fcrzt ist und wirtschaftlich blutet.<\/p>\n<p>Samir Arabi sa\u00df bei seiner Vorstellung als neuer Sportvorstand von Fortuna D\u00fcsseldorf nicht auf dem Podium, um den Fans schnelle Heilung zu verkaufen. Im Gegenteil: Er verweigerte genau das, wonach sich viele nach dem Abstieg vielleicht sehnen w\u00fcrden \u2013 den einfachen Satz, dass jetzt alles besser wird.<\/p>\n<p>\u201eMan kann jetzt nicht hier sitzen, Bambule machen und sagen, jetzt geht\u2019s vorw\u00e4rts und alles ist toll\u201c, sagte Arabi. Und dieser Satz war mehr als ein Einstieg. Er war die Tonlage seiner gesamten Vorstellung.<\/p>\n<p>Fortuna ist abgestiegen. Aber diese Pressekonferenz zeigte: Der Verein ist nicht nur abgestiegen. Er ist in der Realit\u00e4t angekommen.<\/p>\n<p>Denn w\u00e4hrend rund um den Klub viele sofort vom direkten Wiederaufstieg sprechen wollen, sprach Arabi von Respekt, Anstand, harter Arbeit und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Er sagte nicht: Wir steigen sofort wieder auf. Er sagte: \u201eWir m\u00fcssen aus dieser Liga raus.\u201c Das klingt \u00e4hnlich, ist aber etwas v\u00f6llig anderes.<\/p>\n<p>Zwischen diesen beiden Formulierungen liegt die ganze Wahrheit dieser Fortuna.<\/p>\n<p>Ein direkter Wiederaufstieg w\u00e4re ein Versprechen. \u201eWir m\u00fcssen aus dieser Liga raus\u201c ist eine Pflichtbeschreibung. Es ist kein Jubelruf, sondern eine Diagnose. Arabi wei\u00df, dass Fortuna D\u00fcsseldorf eigentlich nicht in die 3. Liga geh\u00f6rt. Er sagte selbst, diese Stadt, diese Lage, diese M\u00f6glichkeiten seien normalerweise kein Drittligafu\u00dfball. Aber er machte zugleich klar: Gr\u00f6\u00dfe allein gewinnt keine Spiele.<\/p>\n<p>Sein deutlichster Satz dazu: \u201eIch bin nicht zu haben, um irgendwelche Luftschl\u00f6sser zu bauen, weil man eine vermeintlich gro\u00dfe H\u00fclle hat.\u201c<\/p>\n<p>Das ist ein Satz, der sitzen muss.<\/p>\n<p>Denn genau diese \u201egro\u00dfe H\u00fclle\u201c war vielleicht eines der Probleme der vergangenen Jahre. Stadion, Stadt, Marke, Anspruch, Vergangenheit \u2013 alles gro\u00df. Aber auf dem Platz war zu wenig davon zu sehen. Und wenn Arabi jetzt vor Luftschl\u00f6ssern warnt, dann klingt das auch wie eine indirekte Abrechnung mit einer Fortuna, die sich m\u00f6glicherweise zu lange gr\u00f6\u00dfer gef\u00fchlt hat, als sie sportlich tats\u00e4chlich war.<\/p>\n<p>Der neue Sportvorstand w\u00e4hlte keine populistischen Parolen. Er sprach von Aufbau. Von Entwicklung. Von Zeit. Vom Hausbau. Und auch davon, dass Einrei\u00dfen meistens schneller geht als Aufbauen. Auch das ist ein bitterer Satz. Denn Fortuna hat gerade erlebt, wie schnell sportliche Substanz, Vertrauen und wirtschaftliche Sicherheit zerbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Noch h\u00e4rter wurde es, als Alexander Jobst den Restrukturierungsprozess einordnete. Es gehe \u201eschlichtweg um den Erhalt und das \u00dcberleben der Fortuna\u201c. Das ist keine normale Vereinsrhetorik. Das ist Alarmstufe Rot.<\/p>\n<p>Besonders bitter: Der Abstieg trifft nicht nur Spieler, Trainer und Funktion\u00e4re. Er trifft Menschen, die auf der Gesch\u00e4ftsstelle gearbeitet haben, Menschen, die keine Transfers entschieden, keine Tore verschossen und keine Gegentreffer kassiert haben. Jobst sagte \u00fcber die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: \u201eAlle diejenigen k\u00f6nnen gar nichts daf\u00fcr.\u201c Und Bj\u00f6rn Borgerding wurde noch emotionaler: \u201eEs geht hier um Mitarbeiter, die die Suppe ausl\u00f6ffeln m\u00fcssen, die gar nichts daf\u00fcr k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Das war einer der menschlich st\u00e4rksten Momente dieser Pressekonferenz. Aber auch einer der unbequemsten.<\/p>\n<p>Denn wenn Menschen ihren Job verlieren, reicht es nicht, von Verantwortung zu sprechen. Dann muss auch gefragt werden, wer diese Verantwortung wirklich tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Borgerding versuchte, genau das zu benennen. Er sagte offen, dass Fehler gemacht wurden. Besonders deutlich wurde er beim Sportvorstand-Wechsel: \u201eWenn man im Winter einen Personalprozess f\u00fchrt und sich f\u00fcr einen neuen Sportvorstand entscheidet und f\u00fcnfeinhalb oder sechs Monate sp\u00e4ter den Sportvorstand wechseln muss, dann hat man Fehler gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Das ist ein bemerkenswert klares Eingest\u00e4ndnis. Aber es l\u00f6st nicht alles auf. Denn Fortuna steht jetzt vor einem Widerspruch: Die Verantwortlichen geben Fehler zu, bleiben aber teilweise selbst in der Verantwortung, um die Fehler zu reparieren.<\/p>\n<p>Auch Jobst sprach diesen wunden Punkt selbst an. Er sagte, er verstehe alle, die sagen: \u201eDer Jobst muss weg, der komplette Vorstand muss weg.\u201c Das ist ungew\u00f6hnlich offen. Gleichzeitig erkl\u00e4rte er, er sei niemand, \u201eder wegrennt, wenn es eng wird\u201c, und wolle mit anpacken.<\/p>\n<p>Zwischen den Zeilen hei\u00dft das: Fortuna versucht keinen totalen Schnitt, sondern einen kontrollierten Neustart. Der Verein setzt nicht alles auf Abriss, sondern auf Umbau unter Druck. Ob das St\u00e4rke oder Risiko ist, wird sich erst zeigen.<\/p>\n<p>Sportlich ist die Aufgabe brutal. Beim Wintertransferfenster r\u00e4umte Jobst ein, dass am Ende nur ein Transfer wirklich funktioniert habe. \u00dcber die gesamte Winterperiode sagte er, sie sei \u201enicht von Erfolg gekr\u00f6nt\u201c gewesen, sonst s\u00e4\u00dfe man nicht dort. Auch Borgerding machte klar, dass intern kritisch gefragt wurde, warum in dieser Situation junge Perspektivspieler geholt wurden, statt Spieler, \u201edie uns direkt weiterhelfen\u201c.<\/p>\n<p>Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse der PK: Fortuna wei\u00df inzwischen sehr genau, wo es gebrannt hat. Aber die Erkenntnis kommt zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Jetzt muss Arabi aus den Tr\u00fcmmern einen Kader bauen. Und auch hier blieb er bewusst vorsichtig. Er sprach nicht von gro\u00dfen Namen, sondern von Einheit. Von harter Diskussion. Von St\u00f6rfeldern, die ein Verein nicht haben darf. Sein Satz \u201eWir m\u00fcssen in eine Richtung dribbeln\u201c klingt fast locker, beschreibt aber eine zentrale Krankheit vieler abgest\u00fcrzter Klubs: Wenn Vorstand, Trainer, Mannschaft, Fans und Umfeld nicht mehr in dieselbe Richtung laufen, wird aus Druck schnell Chaos.<\/p>\n<p>Bei Alexander Ende setzte Arabi ein klares Signal. Der Trainer bleibt. Aber auch das klang nicht nach blindem Vertrauen, sondern nach einer Pr\u00fcfung. Arabi beschrieb das Gespr\u00e4ch mit Ende als intensiv, selbstkritisch und wichtig. Entscheidend sei gewesen, ob Ende nach dem Abstieg selbst noch die \u00dcberzeugung und Energie habe, die Aufgabe anzupacken. Arabis Fazit: Ende habe ihm dieses Gef\u00fchl vermittelt. \u201eDeswegen ist und bleibt er unser Trainer.\u201c<\/p>\n<p>Das ist ein Bekenntnis. Aber kein Blankoscheck.<\/p>\n<p>Auch bei Florian Kastenmeier blieb Arabi ehrlich. Er lobte die Identifikation des Kapit\u00e4ns, sprach von einem sehr guten Gespr\u00e4ch und sagte: \u201eIch werde alles daf\u00fcr versuchen.\u201c Aber er sagte auch, er k\u00f6nne zum jetzigen Zeitpunkt nicht seri\u00f6s sagen, ob es klappt. Auch hier keine Show, keine Garantie, keine billige Hoffnung.<\/p>\n<p>Und dann war da noch das Thema K\u00f6ln. Nat\u00fcrlich musste diese Frage kommen. Arabi, der Rheinl\u00e4nder, der als Kind auch eine N\u00e4he zum 1. FC K\u00f6ln hatte. F\u00fcr manche Fans ein Reizthema. F\u00fcr andere eine Randnotiz. Arabi wich nicht aus. Er erz\u00e4hlte die Geschichte, erkl\u00e4rte sie \u2013 und setzte dann den entscheidenden Satz: Wenn er sich f\u00fcr diese Aufgabe entschieden habe, werde er sich \u201emit Haut und Haaren f\u00fcr die Fortuna zerrei\u00dfen\u201c.<\/p>\n<p>Das wird er m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Denn Fortuna braucht jetzt keine Symbolpolitik. Keine Luftschl\u00f6sser. Keine Schlagworte. Keine Aufstiegsromantik. Fortuna braucht einen Kader, der die 3. Liga annimmt. Einen Trainer, der den Absturz absch\u00fcttelt. Einen Vorstand, der Vertrauen nicht einfordert, sondern zur\u00fcckgewinnt. Und einen Verein, der versteht, dass Gr\u00f6\u00dfe nicht behauptet, sondern bewiesen wird.<\/p>\n<p>Diese Pressekonferenz war deshalb unbequem. Aber vielleicht war genau das ihr Wert.<\/p>\n<p>Sie war kein Mutmacher im klassischen Sinn. Sie war keine PR-Veranstaltung f\u00fcr einen schnellen Neustart. Sie war eher eine \u00f6ffentliche Bestandsaufnahme nach einem schweren Unfall. Mit Schmerz, mit Schuld, mit offenen Wunden \u2013 und mit einem neuen Sportvorstand, der zumindest nicht den Fehler machte, den Fans eine heile Welt vorzugaukeln.<\/p>\n<p>Samir Arabi hat bei Fortuna nicht den leichten Weg gew\u00e4hlt. Und Fortuna hat mit ihm keinen Mann pr\u00e4sentiert, der die 3. Liga kleinredet.<\/p>\n<p>Das ist erst einmal gut.<\/p>\n<p>Aber es reicht nicht.<\/p>\n<p>Denn ab jetzt z\u00e4hlt nicht mehr, wer was auf dem Podium sagt. Ab jetzt z\u00e4hlt, wer diese S\u00e4tze mit Leben f\u00fcllt.<\/p>\n<p>Fortuna muss aus dieser Liga raus.<\/p>\n<p>Aber vorher muss Fortuna beweisen, dass sie verstanden hat, warum sie \u00fcberhaupt dort gelandet ist.<\/p>\n<p>#FortunaD\u00fcsseldorf #Fortuna4You #F95 #SamirArabi #Fortuna #DritteLiga #Neustart #Aufarbeitung #RotWei\u00df @Follower @Top-Fans<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1294036359427179\/posts\/1421429300021217\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1294036359427179%2Fposts%2F1421429300021217&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\ud83d\udd34\u26aa Arabi verweigert die Aufstiegs-Show \ud83d\udd34\u26aa \u2013 und genau das ist Fortunas bitterste Wahrheit Es war keine Pressekonferenz der gro\u00dfen Versprechen. 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