{"id":28838,"date":"2026-03-04T12:05:23","date_gmt":"2026-03-04T11:05:23","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/03\/04\/polizeiliche-kriminalstatistik-2025-11133139\/"},"modified":"2026-03-17T16:32:36","modified_gmt":"2026-03-17T15:32:36","slug":"polizeiliche-kriminalstatistik-2025-11133139","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2026\/03\/04\/polizeiliche-kriminalstatistik-2025-11133139\/","title":{"rendered":"POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK 2025:"},"content":{"rendered":"<p>POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK 2025:<br>\nKRIMINALIT\u00c4T SINKT, WENIGER GEWALT UND DIEBSTAHL, MEHR SEXUALDELIKTE <\/p>\n<p>DAS MINISTERIUM DES INNERN TEILT MIT:<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen ist insgesamt wieder etwas sicherer geworden. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalit\u00e4tsstatistik 2025 hervor, die Minister des Innern Herbert Reul am Montag, 2. M\u00e4rz 2026, vorgestellt hat. <\/p>\n<p>Die Polizei hat landesweit im vergangenen Jahr rund 1,36<br>\nMillionen Straftaten (2024: 1,4 Millionen) erfasst. Das ist ein<br>\nR\u00fcckgang um drei Prozent zum Vorjahr (-41.680). Insgesamt konnten 53,7 Prozent aller F\u00e4lle (rund 729.000) aufgekl\u00e4rt werden. <\/p>\n<p>Aus der Statistik geht auch hervor, dass insbesondere Gewalttaten, Diebstahl und Einbruch r\u00fcckl\u00e4ufig sind. Auch die Kinder- und<br>\nJugendkriminalit\u00e4t ist leicht gesunken. Gleichzeitig wurden mehr<br>\nSexualstraftaten sowie mehr T\u00f6tungsdelikte erfasst. Insgesamt sind<br>\n2025 mehr als 324.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen Opfer einer Straftat geworden.<\/p>\n<p>Minister Herbert Reul: \u201eIn Nordrhein-Westfalen lebt es sich wieder<br>\nein St\u00fcck sicherer. Das ist eine gute Nachricht. In einem Land mit<br>\n\u00fcber 18 Millionen Menschen und mit mehr Gro\u00dfst\u00e4dten als nirgends sonst, wird es immer Kriminalit\u00e4t geben. Aber im Vergleich zu 2016 stehen wir heute deutlich besser da. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen und harter Arbeit. Sicherheit entsteht nicht auf dem Rei\u00dfbrett in Ministeriumsstuben, sondern auf den Stra\u00dfen, in den Wachen und bei der Kripo. Also da, wo unsere Polizistinnen und Polizisten jeden Tag die \u00c4rmel hochkrempeln und anpacken. Daf\u00fcr sage ich Danke.\u201c<\/p>\n<p>Die GEWALTDELIKTE sind im Jahr 2025 um 1,8 Prozent auf rund 159.000 F\u00e4lle zur\u00fcckgegangen. Ein Gro\u00dfteil davon entf\u00e4llt auf einfache K\u00f6rperverletzungen mit knapp 105.000 F\u00e4llen. Insgesamt wurden rund 39.000 F\u00e4lle der gef\u00e4hrlichen und schweren K\u00f6rperverletzung erfasst (-3,1 Prozent). Die Aufkl\u00e4rungsquote bei den Gewaltdelikten liegt bei 84 Prozent. Bei der Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t ist die Entwicklung \u00e4hnlich: Die Polizei registrierte etwa 308.000 F\u00e4lle und damit ein Minus von vier Prozent gegen\u00fcber dem Jahr 2024 mit rund 322.000 F\u00e4llen. Die Zahl der Raubdelikte sank um 6,4 Prozent auf rund 11.000 F\u00e4lle und liegt damit deutlich unter dem Niveau von 2016.<\/p>\n<p>Die MESSERKRIMINALIT\u00c4T bleibt trotz eines leichten R\u00fcckgangs ein<br>\nDauerthema. Im Jahr 2025 kam in fast 7.200 F\u00e4llen ein Messer als<br>\nTatmittel zum Einsatz. Das ist ein R\u00fcckgang um etwa 1,5 Prozent im<br>\nVergleich zu 2024. In der Statistik 2024 war noch ein Anstieg von rund 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr registriert worden. Die Polizei erfasste im Jahr 2025 rund 9.000 Opfer von Messertaten. 49 Menschen wurden durch Messerangriffe get\u00f6tet. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 508 F\u00e4lle von Mord und Totschlag und damit 29 F\u00e4lle mehr als 2024. 348 dieser Taten blieben Versuche, 130 Menschen sind verstorben. 93 Prozent aller F\u00e4lle von Mord und Totschlag wurden aufgekl\u00e4rt. Der Anstieg bei diesen F\u00e4llen insgesamt ist auf den Anstieg der F\u00e4lle von rund 12 Prozent bei Totschlag zur\u00fcckzuf\u00fchren, w\u00e4hrend 4 Prozent weniger Mordf\u00e4lle im Vergleich zum Vorjahr erfasst wurden. Es wurden sechs Menschen (52) weniger ermordert als im Jahr 2024 (58).<\/p>\n<p>Minister Reul erkl\u00e4rt: \u201eUnsere Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze sind sicherer<br>\ngeworden. Bei Gewaltdelikten sehen wir eine leichte Entspannung, aber keinen Grund aufzuatmen. Bei Mord und Totschlag gilt: Jede Tat ist eine zu viel. Fast alle F\u00e4lle werden aufgekl\u00e4rt, doch das Leid der Hinterbliebenen bleibt. Auch bei der Messerkriminalit\u00e4t gebe ich keine Entwarnung. Ein Messer ist kein Statussymbol, sondern eine Waffe. Und Waffen geh\u00f6ren nicht in die Hosentasche.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 2025 wurden rund 500.000 DIEBST\u00c4HLE erfasst, was etwa 37 Prozent aller Straftaten entspricht. Beim LADENDIEBSTAHL verzeichnete die Polizei ein Minus von acht Prozent auf etwa 92.000 F\u00e4lle. Die Aufkl\u00e4rungsquote liegt in diesem Deliktsbereich bei \u00fcber 90 Prozent, weil T\u00e4terinnen und T\u00e4ter h\u00e4ufig direkt im Laden auffallen. Beim WOHNUNGSEINBRUCH zeigt sich erstmals seit dem Jahr 2021 wieder ein r\u00fcckl\u00e4ufiger Trend. Die Zahl der F\u00e4lle ging um drei Prozent auf rund 27.500 zur\u00fcck. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei mehr als 52.000 F\u00e4llen. <\/p>\n<p>Beim TASCHENDIEBSTAHL ist ein R\u00fcckgang um elf Prozent<br>\nzu verzeichnen, was etwa 4.400 F\u00e4llen weniger zum Vorjahr entspricht. Minister Reul erkl\u00e4rt: \u201eEin Drittel aller Straftaten sind<br>\nDiebst\u00e4hle und trotzdem gehen Einbruch und Stehlen zur\u00fcck. Mehr<br>\nHomeoffice, bessere Sicherungstechnik und gestiegene Aufmerksamkeit f\u00fcr die eigenen Wertsachen machen es T\u00e4tern sp\u00fcrbar schwerer.\u201c<\/p>\n<p>Die Polizei konnte insgesamt rund 479.000 TATVERD\u00c4CHTIGE ermitteln, was einem R\u00fcckgang um drei Prozent entspricht. Etwa 460.000 Tatverd\u00e4chtige wurden bei den Straftaten ohne ausl\u00e4nderrechtliche Verst\u00f6\u00dfe erfasst. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverd\u00e4chtigen an den Tatverd\u00e4chtigen insgesamt \u2013 bei Straftaten ohne ausl\u00e4nderrechtliche Verst\u00f6\u00dfe \u2013 ist ebenfalls gesunken. Er liegt<br>\naber mit rund 35 Prozent (163.000) weiterhin deutlich \u00fcber deren<br>\nBev\u00f6lkerungsanteil von etwa 16 Prozent in Nordrhein-Westfalen.<br>\nBesonders hoch ist der Anteil nichtdeutscher Tatverd\u00e4chtiger bei Mord und Totschlag mit rund 50 Prozent, beim Raub mit 48 Prozent, beim Wohnungseinbruch mit 50 Prozent sowie beim Ladendiebstahl mit 49,5 Prozent.<\/p>\n<p>Minister Reul erkl\u00e4rt: \u201eDer Anteil nichtdeutscher Tatverd\u00e4chtiger<br>\nist leicht gesunken, liegt aber weiter deutlich \u00fcber ihrem<br>\nBev\u00f6lkerungsanteil. Wer dauerhaft hier lebt, muss nach unseren Regeln spielen. Wer das nicht kann oder will, sp\u00fcrt die volle H\u00e4rte unseres Rechtsstaates.\u201d<\/p>\n<p>Bei der KINDER- UND JUGENDKRIMINALIT\u00c4T zeigen die Zahlen einen leichten R\u00fcckgang bei den F\u00e4llen unter Beteiligung mindestens einer tatverd\u00e4chtigen Person unter 21 Jahren (-7 Prozent). Im Jahr 2025 waren mehr als 21.000 Kinder tatverd\u00e4chtig, das sind etwa 0,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei den Jugendlichen verzeichnet die Statistik einen deutlichen R\u00fcckgang: Rund 40.000 Jugendliche waren tatverd\u00e4chtig, fast acht Prozent weniger als 2024 mit 44.000 Tatverd\u00e4chtigen. H\u00e4ufig geht es um Ladendiebstahl, K\u00f6rperverletzung, Sachbesch\u00e4digung oder Beleidigung.<\/p>\n<p>Minister Reul betont: \u201eDas zweite Jahr in Folge sinken die Zahlen<br>\nbei Kinder- und Jugendkriminalit\u00e4t. Das ist kein Grund zum Aufatmen. Wir sehen immer wieder schwere Gewalttaten von sehr jungen Menschen. Wenn sich Familie, Schule und Gesellschaft nicht k\u00fcmmern, k\u00fcmmert sich irgendwann die Polizei. Und dann ist es meist zu sp\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Gestiegen sind die SEXUALDELIKTE. Die Zahl der registrierten F\u00e4lle<br>\nnahm um 5,2 Prozent zu. Im Vergleich zu 2019 haben sich die Fallzahlen von damals rund 15.000 auf heute \u00fcber 32.000 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Vergewaltigungen stieg um 8,5 Prozent. Im Jahr 2025 wurden 3.784 Menschen Opfer dieser Taten. Rund ein Drittel der Vergewaltigungen geschah innerhalb von Ehe oder Partnerschaft. Die Polizei kl\u00e4rte vier von f\u00fcnf F\u00e4llen auf. Die registrierten F\u00e4lle h\u00e4uslicher Gewalt sind im Jahr 2025 leicht um 0,8 Prozent gestiegen, auf rund 62.000 Taten. 59 Menschen starben durch Gewalt ihres Partners oder eines Familienmitglieds.<\/p>\n<p>Minister Reul: \u201eBei den Sexualdelikten sehen wir eine Entwicklung,<br>\ndie niemand wegdiskutieren kann. Es passiert mehr, aber es wird auch mehr angezeigt. Was fr\u00fcher verschwiegen wurde, wird heute gemeldet, und das ist gut so. Ein \u00dcbergriff ist kein Missverst\u00e4ndnis und kein Flirt. Ein \u00dcbergriff ist ein \u00dcbergriff. Niemand muss so etwas ertragen.\u201d<\/p>\n<p>Im Bereich SEXUELLER MISSBRAUCH VON KINDERN setzt sich ein Anstiegfort. Die Polizei registrierte ein Plus von 2,7 Prozent auf mehr als 4.500 F\u00e4lle. Die Aufkl\u00e4rungsquote liegt bei etwa 83 Prozent. Auch die Fallzahlen bei KINDERPORNOGRAFIE steigen weiter. In diesem Deliktsfeld verzeichnete die Polizei ein Plus von neun Prozent auf mehr als 9.800 F\u00e4lle. Im Sechs-Jahres-Vergleich haben sich die Zahlen verdoppelt. Besorgniserregend ist der Blick auf die Tatverd\u00e4chtigen: Von rund 7.700 ermittelten Personen waren mehr als 20 Prozent Kinder und rund 22 Prozent Jugendliche.<\/p>\n<p>Minister Reul sagt: \u201eBeim sexuellen Missbrauch von Kindern und bei<br>\nKinderpornografie steigen die Zahlen weiter. Das ist zutiefst<br>\nbesorgniserregend, aber in Teilen auch erkl\u00e4rbar. Wir haben viel<br>\nPersonal in die Ermittlungen gesteckt, arbeiten eng mit den USA<br>\nzusammen und nutzen die gesetzlichen M\u00f6glichkeiten bei K\u00fcnstlicher Intelligenz, damit diese Taten \u00fcberhaupt ans Licht kommen. Wer in diesem Bereich tief w\u00fchlt, findet auch mehr. Gleichzeitig sehen wir Kinder und Jugendliche unter den Tatverd\u00e4chtigen, die Videos weiterleiten, weil alle das machen oder weil sie besonders mutig sein wollen. Vielen ist nicht klar, dass sie sich damit strafbar machen. Wir m\u00fcssen unsere Kinder medienkompetent machen oder den Zugang zu solchen Sachen beschr\u00e4nken. Zusehen ist keine Option.\u201c<\/p>\n<p>In der RAUSCHGIFTKRIMINALIT\u00c4T ist insgesamt ein R\u00fcckgang zu<br>\nverzeichnen, insbesondere im Bereich Cannabis nach der gesetzlichen Neuregelung im April 2024. Im Jahr 2025 wurden nur noch rund 35.000 F\u00e4lle von Rauschgiftkriminalit\u00e4t erfasst, ein Minus von 28 Prozent.Gegenl\u00e4ufig ist die Entwicklung bei Kokain einschlie\u00dflich Crack. Hier registrierte die Polizei ein Plus von 17 Prozent auf etwa 7.500 F\u00e4lle. Im Acht-Jahres-Vergleich entspricht dies einem Anstieg von mehr als 80 Prozent.<\/p>\n<p>Auch im Bereich CYBERCRIME sind die Zahlen r\u00fcckl\u00e4ufig: Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 55.000 Inlands- und Auslandstaten registriert, ein R\u00fcckgang um rund sechs Prozent. Meist handelt es sich um Computerbetrug, Datenklau oder Manipulationen im Netz. Die bekannte Schadenssumme liegt bei rund 100 Millionen Euro. Entgegen der r\u00fcckl\u00e4ufigen Entwicklung im Bereich Cybercrime, bleibt die Anzahl der rund 100.000 Straftaten mit dem Tatmittel Internet, also beispielsweise der \u201eklassische\u201c Betrug im Internet, weitestgehend unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>[https:\/\/www.im.nrw\/bildergalerie\/polizeiliche-kriminalstatistik-2025-kriminalitaet-sinkt-weniger-gewalt-und-diebstahl]<br>\nHier geht\u2019s zu den Grafiken<\/p>\n<p>Quelle: Ministerium des Innern \u2013 Friedrichstra\u00dfe 62 \u2013 80 in 40217 D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/1290553509760153\/posts\/1343490311133139\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Facebook ansehen<\/a><\/p>\n\n<div class=\"d4yni-embed d4yni-embed-fbpost\"><div class=\"d4yni-embed-inner\"><iframe src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2F1290553509760153%2Fposts%2F1343490311133139&#038;show_text=false&#038;width=500\" width=\"500\" height=\"680\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\"><\/iframe><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>POLIZEILICHE KRIMINALSTATISTIK 2025: KRIMINALIT\u00c4T SINKT, WENIGER GEWALT UND DIEBSTAHL, MEHR SEXUALDELIKTE DAS MINISTERIUM DES INNERN TEILT MIT: Nordrhein-Westfalen ist insgesamt wieder etwas sicherer geworden. 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