{"id":24533,"date":"2020-02-25T19:46:08","date_gmt":"2020-02-25T18:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/dus4you.de\/?p=24533"},"modified":"2020-02-25T19:46:08","modified_gmt":"2020-02-25T18:46:08","slug":"unser-rad-schlaegt-um-die-welt-600-000-feierten-beim-rosenmontagszug-in-der-landeshauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dus4you.de\/index.php\/2020\/02\/25\/unser-rad-schlaegt-um-die-welt-600-000-feierten-beim-rosenmontagszug-in-der-landeshauptstadt\/","title":{"rendered":"&#8220;Unser Rad schl\u00e4gt um die Welt&#8221; &#8211; 600.000 feierten beim Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>D&#8217;r Zoch k\u00fctt!<\/strong><\/p>\n<p>Etwa 600.000 Jecken bejubelten nach Angaben des Comitee D\u00fcsseldorfer Carneval e.V. (CC) in der Landeshauptstadt ihren Rosenmontagszug standesgem\u00e4\u00df mit dreifachem Helau. Gegen 13.30 Uhr stieg die Stimmung am Rathaus, als der &#8220;Zoch&#8221; auf den Marktplatz einbog. Von der Zuschauertrib\u00fcne vorm Rathaus schauten auch Oberb\u00fcrgermeister Thomas Geisel und seine Gattin Vera &#8211; verkleidet als Pilot und Teufelin &#8211; den Zug-Akteuren zu.<\/p>\n<p>Der &#8220;Zoch&#8221; setzte sich gegen 12.14 Uhr an der Corneliusstra\u00dfe in Bewegung und erreichte gegen 13.30 Uhr das D\u00fcsseldorfer Rathaus in der Altstadt, wo tausende Jecken auf dem Marktplatz die Hauptdarsteller des D\u00fcsseldorfer Karnevals erwarteten. Knapp 12.000 Jecken gingen dieses Jahr beim Zug mit. Insgesamt gab es 90 Fu\u00dfgruppen. 131 Wagen wurden von Traktoren gezogen.<\/p>\n<p><strong>Motto-Wagen von Jacques Tilly<\/strong><\/p>\n<p>Thematischer H\u00f6hepunkt des diesj\u00e4hrigen D\u00fcsseldorfer Rosenmontagszuges, der unter der Regentschaft des Prinzenpaares Venetia Jula (Jula Falkenburg) und Prinz Axel I. (Axel Both) stand, war das Motto &#8220;Unser Rad schl\u00e4gt um die Welt&#8221;. Zahlreiche Wagen der Karnevalsgesellschaften interpretierten das Motto auf eigene kreative Weise.<\/p>\n<p>Die weltweitber\u00fchmten Mottowagen wurden &#8211; wie in den vergangenen Jahren &#8211; von Wagenbaumeister und K\u00fcnstler Jacques Tilly geschaffen. Ein Mottowagen thematisierte den Anschlag in Hanau. Er zeigte einen gro\u00dfen Kopf, auf dem &#8220;Aus Worten werden Taten!&#8221; geschrieben stand. Aus dem Mund ragte eine Pistole mit dem Schriftzug &#8220;Rassismus&#8221; hervor. Andere Mottowagen zeigten beispielsweise die Beziehung zwischen den USA und dem Iran, die verheerenden Waldbr\u00e4nde in Australien, die durch ein brennendes K\u00e4nguru symbolisiert wurden, oder die Ministerpr\u00e4sidentenwahl in Th\u00fcringen. Auch Themen wie der Coronavirus, der Hass in den Sozialen Medien oder die Umweltspur sowie das Dieselfahrverbot wurden in Szene gesetzt. Tillys humoristisch-bissiger Rundumschlag wurde mit Spannung erwartet und mit Applaus bedacht.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Zug zu sehen war der gemeinsame Toleranzwagen der Organisationen Evangelischer Kirchenkreis D\u00fcsseldorf, J\u00fcdische Gemeinde D\u00fcsseldorf, Katholischer Gemeindeverband D\u00fcsseldorf und Orient Okzident Express &#8211; Engagierte Muslime im Rheinland. Dieser ist zum zweiten Mal beim Rosenmontagszug dabei.<\/p>\n<p>Der Vorbeimarsch der Karnevalisten dauerte rund drei Stunden. Mehrere hundert Polizisten sicherten den Zug. F\u00fcr die Besucher am Wegesrand gab es tonnenweise Kamelle. <span style=\"font-size: 10pt;\">Zwischenbilanz des Ordnungsamtes und der Feuerwehr (Stand 15.30 Uhr)<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr das Ordnungsamt, das am Rosenmontag rund 260 (2019: 260) Kr\u00e4fte \u2013 inklusive privater Sicherheitsdienste und Verwaltungskr\u00e4fte \u2013 im Einsatz hatte, standen an diesem Tag Glasverbot und Jugendschutz im Vordergrund.<\/p>\n<p>Wie in den Vorjahren seit 2011 hatte der OSD wieder 16 Sperrstellen in der Altstadt eingerichtet, um das Glasverbot zu \u00fcberwachen. Die meisten Besucher an Rosenmontag waren jedoch bestens informiert und f\u00fchrten keine Glasflaschen, Gl\u00e4ser etc. mit. Diejenigen, die dennoch Glasflaschen mitf\u00fchrten, konnten deren Inhalt in (biologisch abbaubare) Plastikbecher umf\u00fcllen, die wie immer an jeder Sperrstelle zur Verf\u00fcgung standen. Vereinzelt in der Glasverbotszone mitgef\u00fchrte Glasbeh\u00e4ltnisse wurden ebenfalls in Becher umgef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Jugendschutzes wurden am Rosenmontag bis 15.30 Uhr 38 Jugendschutzkontrollen (2019: 54) durchgef\u00fchrt. 28 Mal (2019: 37) wurde der illegal mitgef\u00fchrte Alkohol freiwillig vernichtet. 10 Minderj\u00e4hrige (2019: 15) wurden beim Rauchen erwischt. Die noch mitgef\u00fchrten Zigaretten wurden freiwillig von den Jugendlichen vernichtet. Insgesamt sind von Weiberfastnacht bis Rosenmontag 147 &#8220;positive&#8221; Jugendschutzkontrollen (2019: 200) zu verzeichnen. Drei hilflose Minderj\u00e4hrige wurden den Sanit\u00e4tsdiensten zugef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die in diesem Jahr zahlreich zus\u00e4tzlich aufgestellten Toiletten wurden gut angenommen. Am Rosenmontag wurden bis 15.30 Uhr keine Verst\u00f6\u00dfe des &#8220;Wildpinkelns&#8221; (2019: 2) geahndet, insgesamt wurden an den Karnevalstagen 55 Wildpinkler erwischt (2019: 110). Die Betroffenen bekommen in den n\u00e4chsten Tagen per Post ein Schreiben \u00fcbersandt, in dem die begangene Ordnungswidrigkeit des &#8220;Wildpinkelns&#8221; mit einem Bu\u00dfgeld von 70 Euro zzgl. Verwaltungsgeb\u00fchren geahndet wird.<\/p>\n<p>Die Bilanz zum Einsatz gegen Falschparker: 100 (2019: 99) behindernd parkende Fahrzeuge waren trotz ausreichender Beschilderung am Zugweg festzustellen, 78 Mal (2019: 78) musste abgeschleppt werden.<br \/>\nMobile Feuerwache am Stadtbr\u00fcckchen<\/p>\n<p>Die Feuerwehr trat mit 196 (2019: 196) Einsatzkr\u00e4ften den Dienst am Rosenmontag an. Rund 200 zus\u00e4tzliche, haupts\u00e4chlich ehrenamtliche Helfer vom Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter Unfall Hilfe, des Malteser Hilfsdienstes sowie des Arbeiter Samariter Bundes bezogen Stellung an den drei Unfallhilfestellen und drei Erste-Hilfe-Bereichen entlang des Zugweges. Zus\u00e4tzliche Rettungswagen, Not\u00e4rzte und Krankenwagen sorgten im Zusammenspiel mit vielen Erstversorgungstrupps daf\u00fcr, dass schnelle medizinische Hilfe geleistet wurde.<\/p>\n<p>Um im Bereich des Zugwegs auch bei Br\u00e4nden schnell reagieren zu k\u00f6nnen, wurde f\u00fcr die Zeit des Umzugs ein L\u00f6schzug an der mobilen Feuer- und Rettungswache am Stadtbr\u00fcckchen stationiert. Zus\u00e4tzlich waren sechs F\u00fchrungskr\u00e4fte der Feuerwehr im Bereich der Veranstaltung eingebunden, um das Einsatzgeschehen rund um den Rosenmontagszug zu f\u00fchren. Die Leitstelle wurde durch drei weitere Mitarbeiter unterst\u00fctzt und die Freiwillige Feuerwehr des Technik- und Kommunikationszuges war mit weiteren f\u00fcnf Einsatzkr\u00e4ften zur F\u00fchrungsunterst\u00fctzung den ganzen Tag vor Ort.<\/p>\n<p>161 (2019: 184) Frauen und M\u00e4nner der Hilfsorganisationen waren am Rosenmontag in D\u00fcsseldorf im Einsatz, darunter drei (2019: 3) \u00c4rzte in den Unfallhilfestellen an der Strecke. Dazu standen sechs (2019: 6) Rettungswagen, zwei (2019: 2) Notarzteinsatzfahrzeuge und sechs (2019: 6) Krankenwagen zus\u00e4tzlich bereit. Der st\u00e4dtische Rettungsdienst sowie der veranstaltungsbezogene Sanit\u00e4tsdienst hatten \u2013 wie bei Gro\u00dfveranstaltungen \u00fcblich \u2013 bis 15.30 Uhr mit 190 (2019: 187) Eins\u00e4tzen im gesamten Stadtgebiet zu tun.<\/p>\n<p>Bis 15.30 Uhr gab es 55 (2019: 24) Hilfeleistungen in den Unfallhilfestellen am Rande des Rosenmontagszuges. \u00dcberwiegend handelte es sich dabei um kleinere Verletzungen, Herz-Kreislaufprobleme oder Unwohlsein durch zu viel Alkoholkonsum. 23 (2019: 5) Patienten mussten aus dem Bereich des Rosenmontagszuges ins Krankenhaus transportiert werden. An Glasscherben verletzten sich dieses Jahr drei Personen (2019: 0). (Hinweis zu den Zahlen: Aufgrund des Sturmtiefs beim Rosenmontagszug 2019 startete die Veranstaltung im letzten Jahr zwei Stunden sp\u00e4ter. Daher sind die Zahlen Stand 15.30 Uhr in diesem Jahr im Vergleich zu 2019 h\u00f6her.)<\/p>\n<p><strong>Hinter den Jecken wird aufger\u00e4umt<\/strong><\/p>\n<p>Einen Gro\u00dfeinsatz beschert der Rosenmontagszug den Mitarbeitern der Awista GmbH &#8211; genauso wie alle anderen &#8220;tollen Tage&#8221;. Beim Rosenmontagszug setzte die Awista direkt hinter dem letzten Zugwagen an, weitere Reinigungstrupps nehmen ihre Arbeit etwas sp\u00e4ter an anderer Stelle entlang des Zugweges auf, beispielsweise an der Heinrich-Heine-Allee und am Carlsplatz. Die Reinigung der Altstadt beginnt in der Nacht zum Dienstag und dauert bis etwa 8 Uhr. Feinarbeiten dauern noch den gesamten Vormittag, insbesondere dort, wo noch St\u00e4nde und Trib\u00fcnen abgebaut werden m\u00fcssen.<br \/>\nN\u00e4rrischer Zapfenstreich am Rathaus<\/p>\n<p>Beim &#8220;N\u00e4rrischen Zapfenstreich&#8221; am heutigen Dienstagabend, 25. Februar, am Rathaus wird das Prinzenpaar Venetia Jula und Prinz Axel I. von Oberb\u00fcrgermeister Thomas Geisel und Michael Laumen, Pr\u00e4sident des CC, offiziell verabschiedet. Beginn des &#8220;N\u00e4rrischen Zapfenstreichs&#8221; auf dem Marktplatz war gegen 19 Uhr.<\/p>\n<p>Und am Aschermittwoch (26. Februar), wenn der Hoppeditz wieder beerdigt wird, ist bekannterweise wieder alles vorbei!<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Quelle: Pressedienst der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf &#8211; Erstellt: 24.02.2020 von Valentina Meissner<br \/>\nFoto: Bild Karneval von Michael Gaida auf Pixabay<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D&#8217;r Zoch k\u00fctt! Etwa 600.000 Jecken bejubelten nach Angaben des Comitee D\u00fcsseldorfer Carneval e.V. (CC) in der Landeshauptstadt ihren Rosenmontagszug standesgem\u00e4\u00df mit dreifachem Helau. Gegen 13.30 Uhr stieg die Stimmung am Rathaus, als der &#8220;Zoch&#8221; auf den Marktplatz einbog. 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